Rohrbruch : Ließem ohne Wasser

Ein kapitaler Rohrbruch hat am Donnerstag die Haushalte in Ließem von der Wasserversorgung abgeschnitten. Der Schaden entstand am frühen Morgen an einer Hauptleitung zwischen Gimmersdorf und Ließem. Betroffen war ein zwölf Meter langes Rohr mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern.

An dem in zweieinhalb Meter unter der Erde liegenden Rohrstück hatte sich ein Längsriss gebildet. Für die Arbeiten musste die Wasserversorgung für Ließem unterbrochen werden. Bürger konnten sich derweil an zwei Stellen im Ort mit Wasser versorgen.

Am Morgen hatte Monika Kubsch aus dem Radio von dem nächtlichen Wasserrohrbruch erfahren. "Ich habe dann praktischerweise einfach im Sportstudio geduscht", erzählte die Ließemerin, während sie mit leeren Wasserflaschen am Köllenhof stand. Ziemlich pfiffig stellte sich ein kleiner Junge an, den seine Mutter zur Ausgabe geschickt hatte.

Er nutzte kurzerhand einen Kinderwagen, um das kostbare Gut in den Flaschen abzutransportieren. Ein Mitarbeiter der Enewa (Energie und Wasser Wachtberg) sagte auf GA-Nachfrage, dass er von 8 bis 11 Uhr einen Kubikmeter Wasser ausgeteilt habe. Während er Nachschub organisierte, meinte sein Kollege, dass der Andrang außerhalb der Ferien sicher größer gewesen wäre.

Den Eindruck konnte man auch an der Siebengebirgsstraße/Ecke Lannesdorfer Straße gewinnen. Dort stellte die Freiwillige Feuerwehr Brauchwasser bereit. Zumindest in der Mittagszeit gab es für die Feuerwehrleute nicht viel zu tun. Ganz anders dagegen die Situation auf einem Feldweg in der Nähe der Straße Am Hammelsgraben. Bauarbeiter arbeiteten emsig daran, das schadhafte Wasserrohr frei zu baggern und zu zerlegen.

Die neuen grauen Rohre warteten derweil auf einem Anhänger auf ihren Einsatz. Am späten Nachmittag sprudelte das Wasser laut Verwaltung wieder. es

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