Ortsvertretung in Wachtberg: Kritik am Busverkehr in der Oberdorfstraße

Ortsvertretung in Wachtberg : Kritik am Busverkehr in der Oberdorfstraße

In der Sitzung der Ortsvertretung Berkum beschweren sich Anwohner über zu viele Fahrten und Schäden am Bürgersteig. Sie fühlen sich nicht richtig informiert.

In der jüngsten Sitzung der Ortsvertretung Berkum musste der Vorsitzende der Ortsvertretung, Joachim Mittweg (UWG), gleich mehrfach eingreifen, weil die Diskussion um Probleme in Berkum zu teilweise erheblichem Zündstoff sorgte.  In der Oberdorfstraße sorgt die erhöhte Busfrequenz seit Abschaffung des Schülerspezialverkehrs für große Schäden an Bürgersteigplatten. Besondere Gefahren gibt es im Begegnungsverkehr von Bussen aus Richtung Schule und in Gegenrichtung aus dem Bereich des Berkumer Rathaus. Anwohner fühlen sich bei diesem Thema nicht richtig informiert. Christoph Groneck aus der Kreisverwaltung musste viele Probleme notieren und gestand ein, dass nach anstehenden Fahrgasterhebungen geprüft werde, ob die gewählte Frequenz beibehalten oder reduziert werden könnte. Über eventuelle andere Linienführungen zur und von der Schule müsse auch nachgedacht werden, forderten zahlreiche Anwohner.

 Das Thema Starkregen-Gefahrenkarte und mögliche größere Wasseransammlungen bei Unwettern um die alte Berkumer Kirche erläuterte Volker Strehl von den Gemeindewerken. Paul Lägel (SPD) bezeichnete die Zustände für Berkum eher „paradiesisch“, weil starke Regenfälle eher in den Nachbarortschaften für große Probleme sorgen würden. Ortsvertretungsmitglied Christian Feddern (Unser Wachtberg) dankte, dass Berkum in der Gefahrenkarte mit einbezogen wurde.

Wachtbergs Jugendrat informierte über den angedachten Trimm-Dich-Pfad, für dessen Errichtung an der Ahrweiler Straße (Kostenschätzung: 50.000 Euro) bislang und auch für das Jahr 2020 noch keine Haushaltsmittel bereitstehen. Der Spielplatz an der Alten Gasse wird zunehmend als Treffpunkt und Aufenthaltsort von Jugendlichen genutzt. Lärm und Abfall sowie das Thema alkoholisierter Jugendlicher brachten die Nachbarn des Platzes in der Ortsvertretungssitzung zur Sprache.

Mittweg empfahl schließlich, die Polizei für Kontrollen hinzuziehen, da der für Kinder bis zwölf Jahren gedachte Spielplatz durch Jugendliche zweckentfremdet werde. Ein weiterer Dauerbrenner ist das Thema Verkehr in Berkum.

Auf der Rathausstraße wird oft zu schnell gefahren. Hierzu wurde die Wachtberger Gemeindeverwaltung gebeten, zu prüfen, ob nicht die Beschaffung eines Messgerätes für die Erfassung des Verkehrsaufkommens und der Geschwindigkeit in Auftrag gegeben werden könnte.  Kämmerin Beate Pflaumann nahm diesen Auftrag mit.

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