Ehemaliges Hotel in Wachtberg: In der Wiesenau sollen Senioren wohnen

Ehemaliges Hotel in Wachtberg : In der Wiesenau sollen Senioren wohnen

Der Wachtberger Planungsausschuss hat die Weichen gestellt: Im ehemaligem Hotel Wiesenau in Pech soll eine Senioren-Wohnanlage mit 80 bis 120 Einheiten entstehen.

Das Thema einer neuen Nutzung des ehemaligen Hotels Wiesenau stand erneut auf der Tagesordnung der Politik: Der Planungs- und Umweltausschuss musste nämlich in seiner jüngsten Sitzung über die Aufstellung eines Bebauungs- sowie eine Änderung des Flächennutzungsplanes zu entscheiden. Ebenso über den Abschluss eines städtebaulichen Vertrages.

Wie berichtet hatte bereits Mitte 2017 der Bonner Architekt Detlef J. Naumann, der von der Eigentümerfamilie der Wiesenau beauftragt worden war, Pläne zu einer Seniorenresidenz sowie einer Anlage für betreutes Wohnen im Planungsausschuss vorgestellt. Zwischen 80 und 120 Wohnungen beziehungsweise Apartments könnten hier entstehen. Derzeit wird das ehemalige Hotel noch vom DRK als Flüchtlingsunterkunft genutzt, zudem der angeschlossene Reitstall als vorübergehendes Ausweichquartier für die Pecher Tierscheune.

Laut Verwaltungsvorlage ergänze ein Seniorenwohnangebot zwar das örtliche Wohnraumangebot sinnvoll und beuge auch einem städtebaulichen Missstand vor. Da es sich bei dem Projekt aber um ein privates Vorhaben auf privater Fläche handele, sei die Verwaltung vor zwei Jahren vom Planungsausschuss zum Abschluss eines städtebaulichen Vertrags zur Durchführung eines Bauleitverfahrens beauftragt worden.

Neben dem städtebaulichen Vertrag sind laut Verwaltung allerdings weitere Planungsschritte nötig: „Um die erarbeitete Konzeptidee einer Seniorenresidenz/Betreutes Wohnen und Seniorenwohnen in der Wiesenau weiter verfolgen zu können, ist neben der Durchführung eines Bebauungsplanverfahrens die Änderung des Flächennutzungsplans zwingend erforderlich“, steht in der Verwaltungsvorlage.

Der Ausschuss stimmte zwar mit ganz großer Mehrheit – bei einer Enthaltung – einer Empfehlung an den Rat zu, einen städtebaulichen Vertrag abzuschließen sowie auch einen Bebauungsplan aufzustellen und eine Änderung des Flächennutzungsplans zu beantragen. Gleichwohl gab es auch kritische Stimmen. So von Hans Otto Schacknies von der SPD. Er merkte an, dass eine neue Seniorenresidenz wegen der Höhenverhältnisse topgrafisch nicht günstig zum Ort Pech liege. Die FDP argumentierte ähnlich.

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