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Einsteigen ohne Hindernisse: Haltestellen in Villip werden barrierefrei

Einsteigen ohne Hindernisse : Haltestellen in Villip werden barrierefrei

In Villip entstehen derzeit barrierefreie Haltestellen. Weitere folgen in Ließem, Berkum und Pech. Die Kosten liegen insgesamt bei 925.000 Euro, 90 Prozent davon zahlt der Nahverkehr Rheinland als Förderung an die Gemeinde zurück.

Einseitig gesperrt ist derzeit die Hauptstraße in Villip gegenüber der Schule. Am Montag rollten die ersten Fahrzeuge an, danach  hob der Bagger bereits Erdreich auf den Laster. Damit ist in Villip der Startschuss für die Bauarbeiten rund um den barrierefreien Ausbau des Haltepunkts „Villip Kirche“ gefallen. Auch in Ließem regieren bald die Bagger.

Bis zum 15. Mai dauern die Arbeiten in Villip nach dem derzeitigen Plan. „In dieser Zeit kann es immer mal zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen“, sagte die Pressesprecherin der Gemeinde, Margrit Märtens. Die Firmen gestalten die Haltestellen zukunftsfähig und vor allem ohne unnötige Hindernisse für beeinträchtigte Mitmenschen, inklusive neuer Haltestellenhäuschen.

Nach dem Umbau erleichtern sogenannte Buskapsteine mit 18 Zentimetern Höhe den Einstieg in die Fahrzeuge. Außerdem werden bei der neuen Pflasterung der Haltepunkte taktile Elemente eingebaut, die sehbehinderten Menschen die Orientierung erleichtern. „Noppenplatten markieren die Ränder und den Einstieg am Bus, Rippenplatten weisen den Weg zum Buseinstieg“, so die Sprecherin der Gemeinde.

Ab dem 4. Mai soll der Umbau der beiden Haltestellen „Ließem Kapelle“ ebenfalls für baldige Erleichterungen beim Zustieg in den ÖPNV sorgen. Dort sind Arbeiten bis zum 12. Juni geplant. Voraussichtlich muss die Marienstraße zwischen den Einmündungen Marienforster Weg und Rodderbergstraße vollständig gesperrt werden. Auch während der Bauzeit soll die Zufahrt zu den Grundstücken der Anlieger möglich sein, Fußgänger und Radler können die Baustelle weiterhin passieren.

Während der Bauzeit in Ließem können die Haltepunkte „Kapelle“ und „Siebengebirgsstraße“ nicht angefahren werden, sodass nur die Haltestellen an der K14 genutzt werden können. Die nächsten barrierefreien Bushaltepunkte sollen anschließend am Rathaus in Berkum und in der Huppenbergstraße in Pech entstehen. Die Kosten der Baumaßnahmen für die zusammen acht neuen Haltestellen betragen rund 925 000 Euro, von denen etwa 90 Prozent vom Nahverkehr Rheinland als Fördermittel an die Gemeinde zurückfließen.

Wie die Gemeinde mitteilt, muss vom 27. April bis zum 15. Mai der Wattendorfer Weg in Ließem voll gesperrt werden. Im Bereich zwischen Hausnummer 8 und der Einmündung zur Marienstraße werden Kabel verlegt.