Ausschuss entscheidet: Grundschule Pech wird saniert und nicht neu gebaut

Ausschuss entscheidet : Grundschule Pech wird saniert und nicht neu gebaut

Die Politiker im Wachtberger Gemeindeausschuss für Infrastruktur und Bau haben jetzt entschieden: Die Pecher Grundschule wird saniert. Sie verabschiedeten sich damit von der mehr als doppelt so teuren Idee, neu zu bauen.

Es wird Zeit, dass sich an der maroden Grundschule Pech schnell etwas ändert. Bernd-Werner Becker (SPD), Vorsitzender des Ausschusses, hat selbst schon von Eltern gehört, die riechen könnten, wenn ihre Kinder von der Schule nach Hause kommen. Mögliche Schimmelbildung, aber vor allem die weitere Vorgehensweise war Thema der Ausschusssitzung am Dienstag.

Einige Politiker hatten noch damit geliebäugelt, dass der Verwaltungstrakt und/oder der Bau mit den Klassenräumen neu errichtet werden könnte. Doch mittlerweile hat sich herausgestellt, dass das mehr als doppelt so teuer wäre wie eine Sanierung der Altbauten. Die sind nach Auskunft von Christian Pohl, Leiter des Fachbereichs Infrastruktur, nämlich durchaus noch erhaltenswert. Die Grundschule in Pech besteht aus drei Teilen. Der Verwaltungstrakt stammt von 1956, die Klassenräume sind 1965 errichtet worden. Der dritte Bauabschnitt im östlichen Bereich des Schulgeländes ist aus dem Jahre 2003.

Die Verwaltung schätzt die Sanierungskosten der beiden maroden Gebäude auf 1,45 Millionen Euro (750.000 Euro für die Verwaltung, 700.000 Euro für die Klassen). In einer ersten Variante würde nur die Verwaltung neu gebaut, was 1,375 Millionen Euro kosten würde: also das Doppelte der Sanierung. Käme es zu zwei Neubauten, rechnet die Gemeinde mit 3,47 Millionen Euro. „Der Neubau beider Altbautrakte wäre fast zweieinhalbmal so teuer wie eine Sanierungsvariante“, heißt es zusammengefasst in der Vorlage. Laut Pohl sind die Schätzkosten für die Renovierung konkreter als die für den Neubau. „Die Baukosten gehen alle in die Höhe“, sagte er. Man wisse also nicht genau, wie sich das in der Zukunft entwickelt, und ein großes Kostenrisiko gebe es wie bei vielen anderen Bauvorhaben auch. Unabhängig davon müsste geklärt werden, wo die Schüler während der Arbeiten unterkommen.

Ein weiteres Argument der Verwaltung ist die Zeit: „Würde eine Sanierung beschlossen, könnte man umgehend in die Ausführungsplanung sowie in die notwendigen Bauvergaben einsteigen. Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung würde komplett entfallen. Mit den Baumaßnahmen könnte, vorbehaltlich eines genehmigten Haushaltsplanes, noch in diesem Jahr begonnen werden“, heißt es in der Stellungnahme – alles bei laufendem Schulbetrieb.

„Es wird Zeit, dass wir hier jetzt mal weiterkommen. Es muss was passieren“, sagte Christian Feddern (Unser Wachtberg). So halten alle Parteien nun die Sanierung für die beste, weil wirtschaftlichste Lösung. Die CDU verabschiedete sich von ihrer Idee, dass sich Neubauten vielleicht lohnen könnten. So beschloss der Ausschuss einstimmig die Sanierung und energetische Modernisierung der Schule. In diesem Jahr werde dafür noch 950.000 Euro aus dem Haushalt benötigt, eine halbe Million dann 2019. Bei der Sanierung müssen auch die technischen Anlagen, Toiletten und Abwasserleitungen erneuert werden. Auch die Außenanlage soll umgestaltet werden. In Ordnung sind dagegen das sanierte Dach und der neue Brennwertkessel.