Mehr Plätze für Kinder: Gemeinde in Ließem fordert Neubau von Kita

Mehr Plätze für Kinder : Gemeinde in Ließem fordert Neubau von Kita

In Ließem steht eine Neuerbauung des Evangelischen Kindergartens im Gespräch. CDU und Grüne wollen den Standort langfristig sichern.

Die Suche nach einem geeigneten Kindergartenplatz bedeutet für viele Eltern Stress. Denn längst ist es nicht mehr selbstverständlich, dass der Nachwuchs in der Wunscheinrichtung unterkommt. Wartelisten sind keine Seltenheit. Da ist es nachvollziehbar, dass die Sorge wächst, wenn sich herausstellt, dass das Gebäude einer bereits bestehenden Einrichtung so marode ist, dass es wahrscheinlich abgerissen werden muss. So wie in Ließem.

Eigentlich sollte das Haus an der Marienstraße, in dem derzeit Zwei- bis Sechsjährige in zwei Gruppen betreut werden, saniert werden. „Wir haben aber festgestellt, dass sich das nicht rentiert“, so Wachtbergs Beigeordneter Swen Christian. Deshalb habe man das Gebäude lediglich in Sachen Brandschutz auf Vordermann gebracht und einen zweiten Fluchtweg installiert, um die Einrichtung weiterbetreiben zu können.

Der Weiterbetrieb sei gesichert

Die Gemeinde, die für das Gebäude des Evangelischen Kindergartens zuständig ist, erarbeitet derzeit eine Vorlage, in der dargelegt wird, „mit welchen Kosten zu rechnen ist“, so Christian. Darüber hinaus geht es um die Frage, wie hoch der Bedarf für eine Kita an dieser Stelle ist. Soll heißen, es wird geprüft, ob ein neues Gebäude an derselben Stelle, auf einem anderen Platz in Ließem oder ganz woanders Sinn ergebe, erklärt Christian. Und betont, dass die Zahlen des Kreises, der den Bedarf ermittelt, noch nicht vorliegen. Entschieden sei nichts. „Wir sprechen alle Optionen offen aus“, so Christian. Wichtig sei, dass der Weiterbetrieb der Kita gesichert sei, die Gemeinde aber dennoch keine Zeit verstreichen lasse. „Die Maßnahme hat eine hohe Priorität“.

Neubau statt Sanierung

„Es ist unstrittig, dass in Bezug auf die bauliche Situation der Kita Handlungsbedarf besteht“, so Antonius Nolden, Sprecher des Rhein-Sieg-Kreises. Auch sei sicher, dass die Kita „für die Erfüllung des Rechtsanspruches benötigt wird“. Sprich: Man braucht die Einrichtung, um genügend Kitaplätze in Wachtberg zur Verfügung zu stellen. Das Kreisjugendamt befindet sich laut Nolden in Gesprächen mit der Gemeinde und dem Träger, der Evangelischen Kirchengemeinde Wachtberg. Eine genaue Positionierung erfolge in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 11. September.

Dann nämlich steht das Thema auf Betreiben von CDU und Grünen auf der Tagesordnung. In einem Antrag bitten die Fraktionen das Jugendamt zu prüfen, inwieweit ein Neubau, in dem dann drei Gruppen unterkommen sollen, „durch Bundes-, Landes- und gegebenenfalls Kreisjugendamtsmitteln gefördert werden kann“. Um den Bedarf an Betreuungsplätzen in Ließem und den umliegenden Orten langfristig decken zu können, sei eine Erweiterung der Kita notwendig, heißt es in der Antragsbegründung. Eine Sanierung sei wirtschaftlich nicht vertretbar, ein Neubau die sinnvollste Alternative, so die Koalition. Der Neubau würde den künftigen Bedarf decken und den Kita-Standort Ließem langfristig sichern.

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