Erster Verkehrstag in Niederbachem: Gefahren gibt es an der Durchgangsstraße

Erster Verkehrstag in Niederbachem : Gefahren gibt es an der Durchgangsstraße

Wer in Niederbachem von den Nebenstraßen auf die L123 abbiegt, muss auf der Hut sein. Die Ortsvertretung hat beim ersten Verkehrstag Bürgerhinweise zu gefährlichen Stellen im Ort gesammelt.

Die Premiere des Verkehrstags Niederbachem ist gelungen. Die Ortsvertretung Niederbachem gab dabei jedem Gelegenheit, Probleme zum Verkehr im anwohnerstärksten Wachtberger Ortsteil vorbringen konnte. „Wir haben 16 Punkte im Ort von Bürgern erläutert bekommen, die wir jetzt an die Gemeindeverwaltung und den Wachtberger Gemeinderat zur weiteren Einschätzung weiterleiten werden“ sagte Andreas Wollmann, Vorsitzender der Ortsvertretung.

Er nahm mit Udo Hausmanns und Robert Schreiber, Renate Crowly, Gunnar Hempelmann, Lisa Wollmann und Almut Menke die Anliegen vor der Gaststätte Grüne Gans auf und hatte dabei ständig den Blick auch auf die einzige Ampel im Blick, die den Fußgängern das Überqueren der sehr oft stark befahrenen Landstraße 123 (Konrad-Adenauer-Straße) sichern soll.

„Demnächst soll es am Feuerwehrhaus eine weitere Ampel geben – nach jahrelangen Diskussionen“, merkte Schreiber an. Hausmanns ergänzte, dass eine zusätzliche Ampel den Verkehr aus der Straße Am Bungert sicherer und wesentlich vereinfachen würde. „Aber diese haben wir schon oft beantragt, und vom Kreis kam immer eine Ablehnung.“

Auch die Parkplatzsituation war Thema: Wenn man sein Auto an der Konrad-Adenauer-Straße zwischen Am Bungert und der Austraße parkt und nicht daran denkt, den Spiegel an der Fahrerseite einzuklappen, ist es laut Anwohnern schon oft passiert, dass der Spiegel von vorbeifahrenden Wagen abgerissen wurde, weil sie zu nah am geparkten Auto vorbeifuhren.

Einen sicheren Schulweg fordern Eltern für ihre Kinder schon seit Jahrzehnten – egal, ob sie im oberen Teil oder im unteren Teil von Niederbachem wohnen. Da könnte eine Neuordnung der Bushaltestellen etwas bewirken, sagte Hausmanns.

Er nahm auch den Hinweis auf, dass gerade am Wochenende die Gäste des Restaurants am Rolandsbogen trotz Durchfahrtsverbot – teils rücksichtslos – die Straßen zum Rodderberg benutzen, anstatt dorthin zu spazieren. Dass sehr oft auch in den Tempo-30-Zonen zu schnell gefahren wird, merkte eine Anwohnerin an.

Als höchst gefährlich gilt wegen schlechter Sicht seit langem die Zufahrt von der Mühlenstraße zur Landstraße 123. Allerdings werde sich da absehbar nichts ändern, hieß es. So nutzen viele Autofahrer andere Zufahrtsstraßen, um sicher auf die Landstraße zu gelangen.Kritik gab es zu den sehr großen und breiten landwirtschaftlichen Fahrzeugen, die zur Erntezeit auf den Straßen unterwegs sind. Laut Wollmann müsse man damit auch leben.

Der Startschuss für die Umgestaltung der Fläche rund um den Henseler Hof erfolgt am 27. September. Die Ortskirmes wird deshalb ab 13. Oktober wahrscheinlich im Bereich der katholischen Gereonskirche stattfinden.