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Fest der Begegnung: Fest mit langer Tradition

Fest der Begegnung : Fest mit langer Tradition

Das Fest der Begegnung, bei dem Menschen aus vielen Nationen, die heute in Wachtberg wohnen, mit Einheimischen zusammenkommen, war am Sonntagnachmittag der große Anziehungspunkt im Evangelischen Gemeindehaus in Niederbachem.

Pfarrer Günter Schmitz-Valadier hatte die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, und sechs türkische Familien kümmerten sich um die Organisation.

Die Moderation lag in den Händen von Ebru Kaya und ihrer Cousine Ilknur Kocak. Zum Rahmenprogramm gehörten neben Gesangsbeiträgen des türkischen Sängers Kalcan Ramasan auch Tanzeinlagen einer indischen Tanzgruppe.

Die Dichterin Hatice Caska-Oehm trug verschiedene Gedichte vor, darunter ein Gedicht mit dem Thema "Menschen", in denen es um Menschen mit unterschiedlicher Hautfarbe und Herkunft geht, die aber viele Gemeinsamkeiten haben, beispielsweise die Farbe des Blutes und den gleichen Körperbau.

"Eine lange Tradition hat das Fest, bei dem Einheimische mit Fremden und Ausländern zusammenkommen", berichtete Kurt Zimmermann, einer der Initiatoren des Festes. Vor mehr als zwei Jahrzehnten fand die Veranstaltung zunächst als Ausländerfest am Tag des Flüchtlings innerhalb einer Interkulturellen Woche und später als Fest des Fastenbrechens statt.

Moderatorin Ebru Kaya hatte eigens das Gedicht "Eine Welt für alle" geschrieben und trug dieses nicht nur in deutscher Sprache, sondern auch in türkischer, französischer und englischer Sprache vor.

Zimmermann erläuterte die Aktivitäten des Ökumenischen Arbeitskreises Wachtberg, der sich um die Belange der Asylbewerber kümmert, die im Wachtberger Gemeindegebiet Zuflucht finden. Laut Ausländerstatistik leben aktuell 1438 Ausländer aus 99 Nationen in Wachtberg. Den größten Teil stellen mit 219 Personen die polnischen Mitbürger. 92 türkische und 96 französische Bewohner sind gemeldet. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Einwohner aus vielen Nationen, die inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.