Jugendtreff in Fritzdorf: Ein Ort zum Spaß haben und Spielen

Jugendtreff in Fritzdorf : Ein Ort zum Spaß haben und Spielen

Esther Küpper ist neue Leiterin des Jugendzentrums in Wachtberg-Fritzdorf. Drei Mal pro Woche ist hier geöffnet.

Esther Küpper kehrt den Gemeinschaftsraum im Jugendtreff Fritzdorf. „Die Mädchen haben eben gebastelt, da fällt schon mal das ein oder andere herunter: Aber das kann man ja fix wegfegen“, sagt sie. Die neue Leiterin des Fritzdorfer Jugendtreffs muss überall mit anpacken. Anfang Januar hat sie die Einrichtung, die sich in Trägerschaft der Katholischen Jugendagentur Bonn (KJA) befindet, übernommen.

Für Küpper ist es eine halbe Stelle, die andere Hälfte arbeitet sie in einer Jugendeinrichtung in Swisttal-Buschhoven. Der Fritzdorfer Jugendtreff ist sehr modern eingerichtet und bietet in zwei großzügigen Räumen alles, was das Kinderherz begehrt. „Die Jungs lieben natürlich unsere Playstation und auch die Wii“, sagt Küpper mit einem Lachen. Wenn die Jungs genug vom virtuellen Fußball haben, können sie in einen Nebenraum gehen, wo sie ein Kicker erwartet.

„Es ist wirklich sehr klischeehaft, aber die Mädchen basteln viel lieber oder sitzen in der Kuschelecke“, weiß die Leiterin des Jugendtreffs. An Gemeinschaftsaktionen, wie zum Beispiel der Zubereitung eines Obstsalates, beteiligten sich alle gleichermaßen. Für die Sommermonate sei geplant, dass man mit den Kindern draußen vielleicht sogar zusammen mit den ortsansässigen Schreinern eine Sitzecke aus Europaletten baut.

Außerdem möchte Küpper, die bei ihrer Arbeit in Fritzdorf von Honorarkraft Stefanie Voigt unterstützt wird, im März oder April auf dem Dorfplatz wieder „Das Ding“ anbieten. „Dabei handelt es sich um einen riesigen Wohnwagen, der eine Playstation hat und allerlei Spiele für die Kinder bereithält. Er gehört der KJA und wird unter den Jugendtreffs verliehen“, so Küpper.

Die Angebote des Jugendtreffs werden unterschiedlich stark genutzt. „Im Schnitt kommen vier bis acht Kinder an den Tagen, an denen der Treff geöffnet ist, aber das kommt auch immer sehr auf die Wochentage an“, berichtet Küpper, die in Köln Erziehungswissenschaften studiert hat. Die Zeit zwischen 16 und 18 Uhr ist für die Sechs- bis Zwölfjährigen reserviert. Ab 18 Uhr kommen alle über 12 Jahren.

In letzter Zeit kämen immer mehr Kinder vor allem aus Fritzdorf und Adendorf – der Treff habe sich herumgesprochen, so die Leiterin. Da sich der Jugendtreff im Keller der Flüchtlingsunterkunft befindet, kamen bis vor einiger Zeit auch Flüchtlingskinder. „Viele sind nun weggezogen, kommen aber immer noch mit einem Bus zu Besuch“, so die Erziehungswissenschaftlerin.

Insbesondere die Festnahme eines der in Fritzdorf lebenden Flüchtlinge sei „keine gute PR“ für den Jugendtreff gewesen. Aber, und das betonte Küpper besonders, sie fühle sich sehr sicher und es gebe keinen Grund zur Beunruhigung. „Eben war zum Beispiel auch ein Polizist hier und fragte, ob alles in Ordnung sei“, berichtet die Leiterin.