Pecher Dorfbühne : Ein Ehekrimi

Im vergangenen Jahr schrieb Heinrich Beschmann, Chef der Dorfbühne Pech, das inzwischen dritte Theaterstück für seine Hobbyschauspieler und die Fangemeinde der Dorfbühne. Gründe, Ideen selbst auf Papier zu bringen, nannte er am Freitagabend nach der Premiere von "Jebütz wird spääde".

Rund 15 Minuten Applaus des Publikums hätten beinahe sogar dazu geführt, noch einen dritten Akt der rheinischen Kriminalposse anzuhängen.

Aktuell heißt es jetzt, mit dem Stück "Jebütz wird spääde", die Zuschauer zu begeistern, die die Geschichte vom Fabrikanten-Ehepaar Anton und Anna Schüssler mit gegenseitigen Frechheiten und Verwicklungen als großen Lacherfolg genießen. Alle Bühnendarsteller haben sich scheinbar so in ihre Rollen verliebt, dass man richtig spürt, mit welch großem Engagement jeder dabei ist.

Natürlich kommt es zur Eskalation, weil sich die Eheleute gegenseitig Killer engagieren. Das Erbe lockt, aber auch die Liebe und Verwechslungen machen die Geschichte noch schöner. Und natürlich gibt es ein Happy End.

Stoff, so einfach aus dem Leben gegriffen, sagte Heinrich Beschmann, gebe es reichlich, und manchem Zuschauer seien sicherlich Szenen aus seinem Privatleben auf der kleinen Bühne des Versammlungsraumes im Feuerwehrhaus sehr bekannt vorgekommen. "Namen und Ähnlichkeiten mit Personen aus dem Umfeld von Pech dürfen allerdings keine genannt werden" scherzte Beschmann, der das Hobby Laienschauspielerei seit rund drei Jahrzehnten, früher bei der Heimatbühne Muffendorf und dann auch beim Theater der Stadt Bonn, pflegte.

Im Jahr 2002 gründete er die Dorfbühne Pech. 2003 wurde der erste Schwank präsentiert - die Tantiemenzahlungen an die Autoren sind allerdings sehr hoch, und so entschied sich Beschmann, auch selbst als Autor tätig zu werden. Inzwischen stammen drei Werke aus seiner Feder.

Die Dorfbühne Pech engagiert sich schon immer sozial für Kinder, unterstützt mit Spenden jährlich die Kinder- und Jugendarbeit im Ort. Gerade erst bekam die Jugendfeuerwehr Pech eine Spende von 1200 Euro. Die Hobbyschauspieler überreichen zudem jährlich Spenden im Martinshof und bei der Lebensgemeinschaft des Hermann-Josef-Hauses.

Nur noch ganz wenige Eintrittskarten sind für die Vorstellungen an den kommenden Wochenenden, hauptsächlich für die Sonntagstermine, bei Charlys Backstube an der Pecher Hauptstraße erhältlich. Der Bühnenvorhang im Feuerwehrhaus Pech öffnet sich bis zum 21. November jeweils freitags und samstags ab 19.30 Uhr, sonntags um 18.30 Uhr.

Für krebskranke Kinder bringt die Dorfbühne Pech die rheinische Kriminalposse am 15., 16. und 17. Januar 2016 im Bonner Haus der Geschichte auf die Bühne. Eintrittskarten - vielleicht als ein passendes Weihnachtsgeschenk gedacht - für diese Sonderveranstaltungen gibt es ab 11. Dezember im Museumsshop des Hauses der Geschichte sowie in Pech bei Charlys Backstube.