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Ehrenmal am Wachtberg: Ehrenmal soll 2016 saniert werden

Ehrenmal am Wachtberg : Ehrenmal soll 2016 saniert werden

Das Ehrenmal am Wachtberg für die Gefallenen der Weltkriege soll nun im kommenden Jahr restauriert und dann entsprechend im Haushaltsentwurf berücksichtigt werden. Darauf hat sich am Mittwochabend der Finanzausschuss des Gemeinderates verständigt.

Vorangegangen waren zunächst ein monatelanges Hickhack und am Mittwoch noch einmal eine längere Diskussion. Die Hoffnung, dass es in dem Zusammenhang vorerst die letzte Debatte gewesen ist, war aus den meisten Redebeiträgen zumindest zwischen den Zeilen herauszuhören.

Realität dürfte diese Hoffnung indes nur werden, wenn sich die Politik diesmal auch an die eigene Entscheidung hält. Dies war bekanntlich beim ersten Versuch, das Denkmal zwischen Berkum und Villip mit Haushaltsmitteln der Gemeinde zu sanieren, misslungen - als man sich nämlich zunächst auf die Verwendung des Geldes (bislang standen stets rund 16.000 Euro in Rede) geeinigt hatte, die Position während der Haushaltsberatungen dann aber wieder Opfer des Radiergummis wurde.

Besonders getroffen hatte dies SPD-Ratsmitglied Paul Lägel, der am Mittwoch noch einmal leidenschaftlich für die Sanierung warb und dabei mit Verbalangriffen gegen die anderen Fraktionen nicht sparte. Lägel befürchtet, dass die Namen der Toten in naher Zukunft unlesbar werden könnten.

Der CDU als "vermeintlicher Gralshüterin traditioneller Werte" warf Lägel in der Sache "dröhnendes Schweigen" vor und kündigte an, den Gedenkveranstaltungen im November aus Protest fernbleiben zu wollen, wenn das Denkmal nicht noch in diesem Jahr renoviert werde.

Zwar wollte dem Sozialdemokraten in der Sache grundsätzlich niemand widersprechen. Davon, dass die Sanierung unbedingt noch in den verbleibenden drei Monaten dieses Jahres erfolgen und für die Maßnahme eigens ein Nachtragshaushalt aufgestellt werden soll, konnte der SPD-Politiker jedoch nur die eigenen Parteifreunde überzeugen.

Die breite Mehrheit des Ausschusses unterstützt die Sanierung im kommenden Jahr. Ein positives Signal gab es derweil von der Verwaltung: Statt der zunächst angesetzten Summe könnte die Restaurierung deutlich günstiger werden: Beigeordneter Jörg Ostermann sprach in der Sitzung von einem vorliegenden Angebot über 7000 Euro.