Freie Fahrt in Wachtberg: Die Ortsumgehung in Gimmersdorf ist nun passierbar

Freie Fahrt in Wachtberg : Die Ortsumgehung in Gimmersdorf ist nun passierbar

Der Rhein-Sieg-Kreis muss noch kleinere Arbeiten durchführen. Aber die Autofahrer können die neue Straße in Gimmersdorf schon nutzen.

Nach vielen Jahren Planungszeit und manchen Verzögerungen während der Bauphase fließt seit Montagmorgen der Verkehr auf der Ortsumgehung in Gimmersdorf. Das bestätigte der Rhein-Sieg-Kreis auf Anfrage. Somit konnte der Zeitplan eingehalten werden, den die Kreisverwaltung vor gut zwei Wochen veröffentlicht hatte. Auch wenn am Ortseingang aus Richtung Ließem kommend noch kleinere Restarbeiten zu erledigen sind.

Sanja Bijelic war eine der ersten, die die Freigabe des Kreisverkehrs entdeckte, und tat ihre Freude sogleich in der Gruppe „Du kommst aus Wachtberg, wenn...“ kund. Zwischen Verwirrung und Erleichterung schwankten daraufhin die Kommentare auf Facebook. Für manchen kam das Ganze so plötzlich, dass er Richtung Lannesdorf noch die alte Strecke gefahren war und zurück dann die neue Straße nutzen konnte. „Endlich“ war jedoch das am häufigsten benutzte Wort. Das Projekt hatte schließlich 51 Jahre Vorlauf, es begann seinerzeit mit einer „Untersuchung des Landkreises Bonn zu einer Umgehung Gimmersdorf“. Es folgten viele Überlegungen und Verhandlungen über Grundstücksankäufe. Alles, um den verkehrsgeplagten Gimmersdorfern Entlastung zu verschaffen. Im Spätherbst 2016 hatte das Projekt mit dem Bau der Brücke Berkumer Weg (K 14 alt) begonnen; unter ihr verläuft ein Teil der neuen Umgehungsstraße.

Seit Montag nun sind sämtliche Einzelabschnitte zu einem Ganzen verbunden: Aus Berkum und Oberbachem über die L 123 (Dreikönigenstraße) kommend kann der neue Links- beziehungsweise Rechtsabbieger genutzt werden. Wer aus Villip über die K 57 will, muss nun ebenfalls nicht mehr durch Gimmersdorf, sondern fährt im Bogen (links-)außen vorbei. Nur wer über die Ließemer Straße (K 14) anreist, hat laut Kreis noch kleinere Einschränkungen: Eine Baustellenampel regelt den einspurigen Verkehr. Um die K 14 an die Ortsumgehung anzuschließen, muss sie westlich der Einmündung „Am Steinernen Kreuz“ gesperrt werden. Sollte es keine witterungsbedingten Verzögerungen geben, sei am 29. September alles fertig.