Kompostieranlage: Der Kompost im Gimmersdorf muss weiter abbrennen

Kompostieranlage : Der Kompost im Gimmersdorf muss weiter abbrennen

Es brennt weiter, und die Feuerwehr kann nichts dagegen tun. Der Brand auf der Kompostieranlage bei Gimmersdorf zieht vor allem die Pecher in Mitleidenschaft, da der Wind oftmals den Rauch in diese Richtung bläst.

Wann das ein Ende hat, konnte Markus Zettelmeyer, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Wachtberg, bei der Pecher Ortsvertretungssitzung am Donnerstag nicht sagen. Er erläuterte, wie es zu dem Feuer kommen konnte und warum ihm nicht beizukommen ist.

Die Kompost-Miete könne durch den Druck im Inneren eine Temperatur von 300 bis 400 Grad Celsius erreicht und sich so selbst entzündet haben, so Zettelmeyer. Dadurch, dass das Material so stark komprimiert ist, sei es schwierig die vielen Brandnester freizulegen. „Wir haben in 38 Stunden mehr als eine Million Liter Wasser verwendet“, sagte er. „Der Großteil ist ohne Löscherfolg verdunstet.“ Zudem könne das Löschwasser das Grundwasser verunreinigen.

Löschschaum sei ungeeignet, da eine zu große Fläche von 40 mal 60 Metern Grundfläche abgedeckt werden müsste. Auch Fachfirmen, die Wasser mit Hochdruck über Löschlanzen an die Brandnester bringen wollten, seien gescheitert, da diese Lanzen nicht tief genug hätten eindringen können.

Die Feuerwehr hoffe jetzt, dass sie aus den vielen kleinen Nestern einen großen Brand machen könnte, den sie löschen könne. Das Problem: Der Kompost brennt zu schlecht. Deshalb könne man eigentlich nur abwarten. Immerhin: „Die Gesamtmasse hat sich schon deutlich reduziert.“ Und Messungen hätten keine Gesundheitsgefährdung durch den Rauch ergeben, teilte Zettelmeyer mit.