Einzelhandel in Wachtberg: Der Kiosk in Adendorf hat wieder geöffnet

Einzelhandel in Wachtberg : Der Kiosk in Adendorf hat wieder geöffnet

30 Jahre lang hat Abdo Hamo in Spanien gekocht. Im Ruhestand war es ihm aber zu langweilig. Nun betreibt der 67-Jährige seit Montag den Laden an der Hauptstraße in Adendorf.

Es kam dann doch alles ein bisschen anders, als Abdo Hamo geplant hatte. Eigentlich wollte der neue Betreiber des Kiosk in Adendorf gleich am ersten Werktag des Jahres belegte Brötchen und Kaffee anbieten. Die Feiertage, Genehmigungen und manche bürokratische Hürde hatten dafür gesorgt, dass er seine Pläne ein wenig verschieben musste. Am Montag um 7 Uhr hat er seinen neuen Laden dann aber doch offiziell eröffnen können. Für die Berufstätigen, die Zeitungsleser und natürlich für die Älteren im Dorf soll der Kiosk auf der Hauptstraße wieder ein zentraler Treffpunkt werden.

„Wir wollen Kaffee und Tee anbieten und natürlich belegte Brötchen“, sagte der 67-Jährige, dem es im Ruhestand zu langweilig war. Zusammen mit einer Mitarbeiterin führt der ausgebildete Koch den Kiosk. 30 Jahre lang hat er in Spanien gekocht – auch an der Costa Calma auf Fuerteventura. Gerade bei den Brötchen möchte der mehrfache Preisträger im Schaukochen seine Erfahrung einbringen. „Die Hälfte der Brötchen werden spanische Baguettes sein, wie viele sie sicher aus dem Urlaub kennen und mögen“, beschrieb Hamo seine Pläne – sie sollen etwa mit Aioli, Ziegenkäse und Serrrano-Schinken belegt sein. Die andere Hälfte sollen klassische deutsche Brötchenvarianten sein, zum Beispiel mit Putenbrust, Frikadellen oder Leberwurst. Und noch etwas will er aus seiner Zeit in Spanien beibehalten: den freien Tag. „Donnerstag war immer Strandtag“, sagte er. Den hat der Hamo, der seit 2018 wieder in Deutschland lebt, nun auf Sonntag gelegt – auch wenn kein Strand in der Nähe ist.

Teil der Einnahmen geht an kranke Kinder

Für viele ältere Menschen war der Kiosk auch eine Möglichkeit einzukaufen. Für sie will Hamo wieder eine kleine Auswahl an Lebensmitteln anbieten. „Zucker, Mehl, vielleicht auch Milch“, so Hamo. Außerdem wolle er möglichst schnell die Lehrgänge machen, die für den Betrieb der Post und der Lottoannahmestelle notwendig sind. „Wenn alles gut läuft, dann hoffe ich, dass man im Februar hier wieder Post abgeben kann“, sagte Hamo. Wie auch in den Jahren zuvor will der Geschäftsmann mit einem Teil seiner Einnahmen kranke Kinder unterstützen. „Ich habe all die Jahre für die Kinderkrebshilfe gespendet, das will ich auch hier machen“, sagte er.

Wegen der bürokratischen Hürden hoffte Hamo auf die Unterstützung der Behörden, der Post sowie der Lottogesellschaft. „Die Verträge waren alle bereits gekündigt und ich musste alles neu beantragt, dann kamen die Feiertage. Das war langwieriger und aufwendiger als eine einfache Vertragsübernahme“, sagte er.

Die Öffnungszeiten: montags bis freitags von 7 bis 13 Uhr und von 14.30 bis 17.30 Uhr, samstags von 7 bis 15 Uhr. Sonntags ist geschlossen.