Saisonstart im Spielmobil: „Das Ding“ kommt wieder nach Fritzdorf

Saisonstart im Spielmobil : „Das Ding“ kommt wieder nach Fritzdorf

Der Campingbus Baujahr 1983 ist zwar schon ein Oldtimer, hat aber moderne Spielmöglichkeiten an Bord: Es gibt einen Flachbildschirm und eine Spielekonsole. Genauso beliebt bei den Kindern sind aber die klassischen Spielsachen, um draußen zu toben: Bälle, Reifen, Seile und Federballschläger.

Am Montag machte das Spielmobil der Katholischen Jugendagentur Bonn (KJB) zum ersten Mal in dieser Saison Station an der Fritzdorfer Kirche. Es ergänzt das Angebot des festen Jugendtreffs an der Raiffeisenstraße.

Esther Küpper, Leiterin des Fritzdorfer Jugendtreffs, saß erst zum zweiten Mal am Steuer von „Das Ding“. Sie holt das Wohnmobil jeden Montag in Siegburg ab und tuckert dann mit 80 Kilometern pro Stunde über die Autobahn. „Wenn er erst mal läuft, ist alles gut“, sagte sie. Die Kinder mögen den kleinen Bus, der seinen Namen einem kantigen Comic-Helden aus. „Die fantastischen Vier“ verdankt. Laut Küpper spricht der rollende Jugendtreff auch Kinder an, die bisher nicht in die feste Einrichtung an der Raiffeisenstraße kommen.

Wer regelmäßig dabei ist, kann das Programm dort selbst mitbestimmen. Die 31-jährige Leiterin und ihre Kollegin Stefanie Voigt planen zum Beispiel ein Gartenprojekt, außerdem backen und kochen sie mit den Kindern und Jugendlichen. Das Nebeneinander mit dem Flüchtlingsheim klappt laut Küpper gut. „Aktuell wohnen dort keine Kinder und Jugendlichen, aber das kann sich schnell ändern“, berichtete sie. Dafür kommen Mädchen aus Flüchtlingsfamilien, die zwischen in Adendorf und Ließem wohnen, regelmäßig zurück in den Jugendtreff nach Fritzdorf.

Die Resonanz der Jugendlichen ist insgesamt geringer als die der Kinder. „Die Älteren sind fast alle in Vereinen aktiv und haben länger Unterricht. Das kollidiert schon mal mit unseren Öffnungszeiten“, sagte Küpper. „Das Ding“ steht montags von 15 bis 19 Uhr an der Kirche in Fritzdorf. Der Jugendtreff, Raiffeisenstraße 5, ist mittwochs und freitags von 16 bis 20 Uhr geöffnet. Die ersten zwei Stunden sind jeweils für Kinder von sechs bis zwölf Jahren reserviert, später kommen die Größeren.

Für die Adendorfer Kinder rückt der neue Jugendtreff an der Grundschule in greifbare Nähe. Wie die Gemeinde Wachtberg gestern mitteilte, ist der Bausatz für das Blockhaus geliefert worden. Mit einem Bagger wurden tonnenschwere Bauteile abgeladen, die jetzt aufgebaut werden. Mit einer Umfrage hatte die Gemeinde die späteren Nutzer um Ideen für die Einrichtung gebeten und rund 50 Rückmeldungen bekommen. Die Kinder und Jugendlichen wünschen sich eine große Couch, eine Theke im Küchenbereich und verschiedene Konsolenspiele. Auf dem Außengelände möchten sie Basketball und Fußball spielen. Ende Juni soll der Treff fertig sein.