Kürbisschnitzen: Das bietet der Erntedankmarkt in Wachtberg

Kürbisschnitzen : Das bietet der Erntedankmarkt in Wachtberg

Ende September findet in Wachtberg der Erntedankmarkt am Einkaufszentrum statt. Rund 40 Händler machen mit. Es gibt Honig, Kaffee, Käse und Lederwaren zu kaufen.

Eins, da ist sich Markus Schneider sicher, wird bei diesem Erntedankmarkt wieder die Massen anziehen. „Beim Kürbisschnitzen stehen die Leute Schlange“, sagt der Geschäftsführer der Marktscheune. Sein Unternehmen gehört zu den Geschäften, die das Fest auf dem Parkplatz des Wachtberger Einkaufszentrums organisieren. Die Händler arbeiten dabei mit dem Gewerbeverein und der JK-Veranstaltungsagentur zusammen.

Jens Forstner von der Wirtschaftsförderung der Gemeinde teilt die Einschätzung Schneiders voll und ganz. Bei der Veranstaltung im vergangenen Jahr war er selbst mittendrin. „Ich habe mit meinen Kindern Lustiges und Gruseliges geschnitzt“, sagt er. Schneider, Forstner und Kai Birkner, Vorsitzender des Gewerbevereins Wachtberg, stellten am Mittwoch an der Marktscheune das Programm vor. Der Markt findet am Samstag und Sonntag, 28. und 29. September, von 11 bis 18 Uhr am Bernareggio-Platz statt. Am Sonntag haben zudem die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Neben der Marktscheune sind rund 40 Händler auf dem Markt vertreten. Sie bieten unter anderem Honig, Käse, Kaffee und Gin an. Handwerker verkaufen Taschen und Portemonnaies aus Leder, hangefertigte nepalesische Produkte aus Schurwolle oder Schafsfelle.

Augestopfte Waldtiere

Wer nicht nur konsumieren möchte, kann auch etwas für die Bildung tun: Die Rollende Waldschule zeigt ausgestopfte Waldtiere. Die Initiative des Landesjagdverbandes NRW hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen die Natur näher zu bringen – teils auch über Spiele mit Holzarten.

Markus Schneider weiß übrigens auch, dass sich Kürbisse nicht nur hervorragend zum Schnitzen eignen. „Wenn man sich einen vor den Bauch hält, dann sieht man den Bauch nicht mehr“, scherzt er, als die drei für die Fotografen posieren. Nicht, dass sie es nötig hätten. Für die Besucher des Festes hat Schneider noch weitere Angebote: eine Hüpfburg aus Stroh, Kühe zum Streicheln und Treckerfahrten. „Trecker zu fahren ist für mich die totale Entspannung“, sagt Schneider . Trotzdem wird der Chef während des Festes nicht selbst hinter dem Steuer sitzen. Stattdessen fährt einer seiner Mitarbeiter. Besucher können in Holzkisten auf einem Anhänger Platz nehmen und sich eine Runde über das Feld und den Parkplatz chauffieren lassen. Eigentlich wird der Traktor nicht für Lustfahrten eingesetzt, sondern bei der Apfelernte.

Speisen spiegeln Ernte wider

„Wir sind gerade mitten in der Ernte“, sagt Schneider. Das wird sich auch in dem Angebot der Speisen widerspiegeln. „Wir haben hausgemachte Apfelkuchen – aber auch Pflaumenkuchen“, sagt Marktleiter Matthias Sontowski. Auch die Eisdiele hat geöffnet. Wer es deftiger mag, kann sich auf Spezialitäten vom Grill freuen. Außerdem gibt es den Marktscheunen-Eintopf, Kürbissuppe, Pasta mit Kürbis und Kartoffeln mit Kräuterdip. Das Weincabinett Briem bietet Flammkuchen an und den ein oder anderen guten Tropfen.

Apropos Tropfen: Auch das Wetter war Thema beim Pressetermin. Sollte es an dem Wochenende regnen, können die Gäste in einem Zelt neben der Eisdiele der Marktscheune Schutz suchen. Es bietet etwa 100 Menschen Platz. Schlimmer als beim Frühjahrsfest an gleicher Stelle kann es ohnehin nicht kommen. „Da gab es Hagel“, sagt Jens Forstner.

Mehr von GA BONN