Brücken-Baustelle am Grünen Weg: Brücken-Bypass in Pech war mit Treibgut verstopft

Brücken-Baustelle am Grünen Weg : Brücken-Bypass in Pech war mit Treibgut verstopft

Die Brücken-Baustelle am Grünen Weg in Pech drohte am Samstag im Wasser zu versinken. Ortsvertreter Bernd Wollin bemerkte die Gefahr und alarmiere die Feuerwehr.

Eine besorgniserregende Beobachtung machte der Pecher Ortsvertreter Bernd Wollin am Samstagmorgen an der Baustelle für die neue Brücke „Grüner Weg“. Wollin war mit Mistreitern des Heimatvereins beim Müllsammeln auch entlang des Godesberger Baches unterwegs, als er an der Baustelle registrierte, dass nach den anhaltenden Regenfällen nur noch rund 30 Zentimeter fehlten, bis der Bach in die Baustellengrube gelaufen wäre.

Derzeit wird der Bach mittels einer provisorischen Verrohrung quasi wie ein Bypass um die Brückenbaustelle herumgeführt. Und das war aus Sicht von Wollin das Problem: Der Einlass des Bypasses war mit Treibgut wie Holzstücken zugesetzt, er schätzt „zu rund zwei Dritteln“. Die Folge war, dass der Godesberger Bach sich zurückstaute. Wollin informierte sofort die Wachtberger Feuerwehr, doch die brauchte laut ihres Sprechers Michael Ruck nicht auszurücken: „Es bestand keine akute Gefahr, weil die Baufirma, die die neue Brücke baute, schnell zur Stelle war.“

Aus Sicht von Ortsvertreter Wollin bleibt allerdings eine Frage unbeantwortet: „Wie lässt sich nach Freigabe der neuen Brücke ein ähnliches Szenario verhindern“? Auch Wollins Kollege in der Ortsvertretung, Jürgen Kleikamp, findet das Ganze ärgerlich. Zudem gibt er zu Protokoll: „Mich wundert beim Brückenbau in Pech nichts mehr. Erst die massiven Verzögerugen an der 'Mississippi-Brücke' an der Pecher Hauptstraße, die immer noch nicht fertig ist, nun das.“ Was er vor allem moniert: „Es wird keineswegs die Woche über durchgängig gearbeitet, zudem freitagmittags pünktlich Feierabend gemacht, und das Wochenende ist ganz tabu.“ Wie es anders geht, zeige ihm jene Gartenbaufirma, die den Pecher Ortseingang neu gestaltet (der GA berichtete): „Die Mitarbeiter sind immer an Ort und Stelle, egal, ob es regnet oder schneit, auch am Samstag.“

Der General-Anzeiger hatte bereits in der vergangenen Woche einen Ortstermin bei dem zuständigen Fachbereichsleiter der Gemeinde angefragt, um über den Sachstand der Brückenbauarbeiten zu berichten.

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