Infrastruktur in Wachtberg: Berkum soll Leichtathletikanlage erhalten

Infrastruktur in Wachtberg : Berkum soll Leichtathletikanlage erhalten

Die Gemeinde Wachtberg plant den Platz in erster Linie für den Schulsport, will aber auch Vereinen die Nutzung erlauben. Die Gesamtkosten liegen bei 350 000 Euro.

Diese Leichtathletikanlage bietet alles, was das Herz begehrt: Kugelstoßen, Laufbahn, Weitsprung, Gymnastik, Ballwurf und als Extra Beach Volleyball, Basketball, Badminton, Volleyball und sogar Bogenschießen. Mit ihrem Bau würde das Sportzentrum rund um die Hans-Dietrich-Genscher-Schule (HDG) in Wachtberg komplett. Denn dort befinden sich bereits die frisch renovierte Turnhalle und das Hallenbad. Nun beschäftigt sich der Sportausschuss mit der schon am Reißbrett durchgeplanten Anlage, will dem Gemeinderat empfehlen, für den Bau zu stimmen. Die nötigen 350 000 Euro sind bereits in den Haushaltsplan 2019/2020 eingestellt.

„Es geht in erster Linie um den Schulsport“, sagt der Rheinbacher Landschaftsarchitekt Clemens Esser, der die Sportanlage im Auftrag der Gemeinde Wachtberg geplant hat. „Wir haben ja sonst nur Fußballplätze.“ So könne man nun zentral das gesamte Sträußchen der Grundsportarten anbieten, ohne eine große, klassische Anlage zu bauen – gemeint ist ein Stadion, in dem am Ende dann doch die Jugendlichen wohl wieder Fußballspielen würden, so Esser.

110 Meter lange Laufbahn

Er hat sich viele Gedanken über die Multifunktionsfläche gemacht, die auf engstem Raum so viel bietet. Selbst Stabhochsprung und Hochsprung könnten später noch integriert werden. Damit auch die 110 Meter lange Laufbahn an den Plätzen des Tennisclubs Wachtberg gebaut werden kann, müsste die Gemeinde noch einen Teil eines Grundstücks erwerben. Der Eigentümer sei dazu grundsätzlich bereit, auch ein Tausch sei gegebenenfalls möglich, heißt es im Rathaus. „Verhandlungsergebnisse liegen noch nicht vor.“

Geboten wird den Sportlern auch eine von den Schulen gewünschte Rundlaufbahn, die sich um die Plätze schlängelt. Falls das mit dem Grundstück klappt, plant Esser diese Strecke auch – parallel zur Laufbahn – auf einen Hügel (sprich den Bodenaushub) zu führen. Anstieg und Gefälle seien ideal, um Sprinten zu üben. Insgesamt hätte die Laufbahn am Ende eine Länge von fast 400 Metern, so der Architekt. Bei der kompakten Bauweise ist es dann natürlich nicht möglich, mit Pfeilen zu schießen, wenn andere laufen. Da sind Absprachen nötig.

Sportausschuss entscheidet am Mittwoch

Von allem würden nicht nur die HDG- und die Grundschüler profitieren, sondern abends auch die Vereine, zum Beispiel Leichtathletik Wachtberg e.V. (LaWa), der zurzeit keine feste Bleibe hat und auf verschiedenen Plätzen trainiert. Die Verwaltung teilt allerdings mit, dass die Mitglieder sich nicht an den Kosten oder am Bau beteiligen können.

„Die Anlage wäre für ganz Wachtberg ein Segen“, sagt Esser. Sein Honorar beträgt 40 000 Euro, hinzu kommen die Baukosten von 280 000 Euro und weitere 30 000 Euro Baunebenkosten. Wie viel Geld für die Pflege benötigt wird, kann die Gemeinde noch nicht beziffern. Der Architekt rechnet bei positivem Beschluss damit, dass die Anlage 2020 fertig werden könnte.

Der Sportausschuss tagt an diesem Mittwoch, 13. März, ab 18 Uhr im Berkumer Rathaus, Rathausstraße 34. Esser wird dort die Planung vorstellen. Zuschauer sind willkommen.

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