Weil Fundamente fehlen: Bauarbeiten am Henseler Hof in Wachtberg verzögern sich

Weil Fundamente fehlen : Bauarbeiten am Henseler Hof in Wachtberg verzögern sich

Die Neugestaltung des Dorfplatzes vor dem Henseler Hof in Niederbachem verzögert sich. Entlang der Konrad-Adenauer-Straße werden neue Baugeräte benötigt. Grund dafür: An Häusern entlang der Baustelle fehlen teilweise Keller und Fundamente.

Erneut gibt es in Wachtberg Verzögerungen bei einem wichtigen Bauprojekt: Betroffen ist die Neugestaltung des Dorfplatzes vor dem Henseler Hof in Niederbachem. Nachdem der Termin für die Fertigstellung sich bereits auf den Sommer dieses Jahres verzögert hatte, wird nun laut Christian Pohl, Leiter des Fachbereichs Infrastruktur bei der Gemeinde, auch diese Vorgabe nicht zu halten sein. Schuld sind seiner Aussage nach unerwartete bauliche Unzulänglichkeiten, die jetzt an einigen Häusern an der Konrad-Adenauer-Straße festgestellt wurden.

Wie Pohl auf Anfrage erklärte, sind einige Häuser entlang der Konrad-Adenauer-Straße im Bereich zwischen dem Dorfplatz und dem Rheinhöhenweg „teilweise nicht unterkellert und haben teilweise auch keine den heutigen Normen entsprechende Fundamentierung.“ Betroffen seien die Hausnummern 51 bis 59. Pohl weiter: „Uns haben dazu Hinweise von Anliegern erreicht, denen wir selbstverständlich nachgegangen sind.“ Da die Neugestaltung des Dorfplatzes unmittelbar auch an jene Häuser angrenzt, die über nur unzureichende Keller beziehungsweise Fundamente verfügen, bedeutet das: „Dort müssen auch Aushub- und Wiedereinbauarbeiten mit entsprechenden Gerätschaften durchgeführt werden.“ Um zu verhindern, dass durch diesen Geräteeinsatz Schäden an den Häusern entstehen, wurden laut Angaben von Pohl Schwingungsmessungen in den Häusern durchgeführt, aus denen entsprechende Handlungsanweisungen für den weiteren Bauablauf abgeleitet wurden.

Die Folge sei, dass der Wiedereinbau von Schottermaterial und Pflaster unter erschwerten Bedingungen erfolge und damit auch zeitintensiver sei. Wie Pohl ausführte, kann beispielsweise in den betroffenen Gehwegbereichen nur abschnittsweise in geringen Breiten gearbeitet werden. Der Einbau von Schotter erfolge in kleineren Lagen, sodass auch kleinere Geräte eingesetzt werden könnten, die wiederum weniger Schwingungen erzeugen. „Für größere Geräte müssen zum Beispiel auch größere Abstände eingehalten werden“, erklärt er.

Wie es jetzt mit Blick auf die betroffenen Hausbesitzer weitergeht? „Über die bereits genannten Vorkehrungen hinaus wurden entsprechende Beweissicherungen auch im Inneren der Gebäude durchgeführt“, betont Christian Pohl. Über die regelmäßigen Baustellentermine hinaus hätte in den vergangenen Wochen bereits ein reger Austausch zwischen betroffenen Bürgern, der Baufirma und der Gemeinde stattgefunden. Pohl bezeichnet diesen als „äußerst konstruktiv“.

Unklar ist, welchen Einfluss die Verzögerung auf Kosten und Zeitplan hat. „Ein gewisser Anteil an Erschwernissen wurde von Anfang an kalkuliert“, so Pohl. „Ob dies letztlich ausreichend sein wird, kann noch nicht genau gesagt werden. Stichwort Zeitplan: „Im Laufe der nächsten Woche sprechen wir mit der Baufirma über Bauzeiten. Ich möchte dieses Gespräch gerne abwarten.“ Fest steht allerdings: „Die bislang vereinbarte Verkehrsfreigabe Ende Juli sowie die angedachte Gesamtfertigstellung bis Ende August kann leider nicht eingehalten werden.“

Was die Verortung der Bushaltestellen angeht, erklärt Pohl, dass im Rahmen der Integration des Schülerspezialverkehrs in den ÖPNV die Haltestelle Vulkanstraße in den Bereich der Gereonstraße verlegt werde, um eine direkte Zuwegung zur Grundschule zu ermöglichen. Insofern werde auch wieder eine Anbindung in den Ort geschaffen. Darüber hinaus solle aber auch die Haltestelle Am Hang an der L 123 dauerhaft verbleiben, der provisorische Betrieb also auch nach der Eröffnung des Vorplatzes verbleiben.

Andreas Wollmann, Vorsitzender der Ortsvertretung, hatte bereits bei einer Sitzung der Ortsvertretung gesagt: „Wenn der Dorfplatz nicht bis spätestens Anfang August fertig wird, wäre das unerträglich.“ Dazu steht er auch heute noch. Er wolle aber erst abwarten, was sich wann und wie lange verzögert: „Mir war immer wichtig, dass der Dorfplatz wieder befahrbar ist und die Geschäftsleute nicht mehr zu leiden haben.“ Wenn sich Restarbeiten nur noch auf ein paar Häuser konzentrieren würden, „wäre das hinnehmbar“.