Elektrogeräte und Abfall vor dem Haus: Ärger um Müll an einem Niederbachemer Mehrfamilienhaus

Elektrogeräte und Abfall vor dem Haus : Ärger um Müll an einem Niederbachemer Mehrfamilienhaus

Elektrogeräte und Abfall zwischen 33 Kubikmeter Sperrmüll: Die Müllabholung an einem Niederbachemer Mehrfamilienhaus wird immer wieder zum Ärgernis für die Anlieger.

Über einen unschönen Anblick nach der Sperrmüllabfuhr an einem großen Mehrfamilienhaus in Niederbachem ärgerten sich am Donnerstagmorgen mehrere Anlieger. Die Müllwerker der RSAG hatten augenscheinlich einen Haufen zerwühlten Unrat vor Ort zurückgelassen, weil es sich dabei offensichtlich eben nicht um Sperrmüll handelte: So standen beispielsweise einige ausrangierte Haushaltsgeräten wie Elektroherde, so genannte Weiße Ware, auf dem Hof des Grundstücks.

Zudem fielen verteilt auf dem Grundstück haufenweise Haus- beziehungsweise Plastikmüll ins Auge. Sogar alte Autoreifen und ein Fernseher fanden sich. Kurzum: Die Bewohnern des Hauses hatten anlässlich des Sperrmülltermins versucht höchst unterschiedliche Gebrauchsartikel zu entsorgen.

Auch im Berkumer Rathaus ist der Vorfall an dem Mehrfamilienhaus bekannt: „Es gingen am Donnerstag im Laufe des Tages mehrere diesbezügliche Meldungen aus der Bürgerschaft bei uns ein“, bestätigt Gemeindesprecherin Margrit Märtens. Mitarbeiter des Ordnungsamtes hätten sich daraufhin vor Ort selbst ein Bild gemacht: „Da sich der Müll nur auf privatem Grund befand, ist seitens der Gemeindeverwaltung die zuständige Hausverwaltung kontaktiert worden.“

Auf Anfrage bestätigt Christoph Schölzel, Sprecher der RSAG in Siegburg, dass sein Unternehmen in der Tat am Donnerstag jede Menge Müll vor Ort zurückgelassen habe. Aus gutem Grund: „Es war eine große Menge Sperrmüll von 33 Kubikmetern angemeldet.“ Dass sei laut Christoph Schölzel angesichts der Vielzahl der Bewohner „auch ok und zulässig gewesen“. Was allerdings nich gehe, dass der Sperrmülltermin auch zur Entsorgung anderen Mülls genutzt werde. Aus Erfahrung weiß man bei der RSAG, „dass bei einem solchen Termin anderer Müll dazu gestellt wird“.

Fakt ist jedoch: Die besagten Elektrogroßgeräte blieben stehen, da diese laut Schölzel „erst für einen Abholtermin am 20. November angemeldet waren“. Der RSAG-Sprecher betont: „Diese Geräte durften wir bei der Abfuhr am Donnerstag gar nicht mitnehmen.“ Auch habe sich vor Ort viel zerwühlter Abfall befunden, „der nicht zum Sperrmüll zählt und daher ebenfalls nicht mitgenommen wurde“.

Kollegen der RSAG seien aber am Freitag nochmals vor Ort gewesen, um zu erkunden, ob bei der Sperrmüllabholung etwas übersehen worden sei. Darüber hinaus, so Schölzel weiter, „wurde mit der Hausverwaltungsfirma vereinbart, das diese einen Container ordert und den übrigen Müll entsorgt“.

Dass es am Donnerstag an dem Mehrfamilienhaus in Niederbachem zu diesen Problem kam, erstaunt die RSAG nicht: „Das ist ein Problemhaus, das uns seit Jahren beschäftigt. Solche Fälle gibt es nicht viele im Rhein-Sieg-Kreis“, weiß Schölzel.

Dabei habe es nicht an Aufklärungsarbeit seines Unternehmens gefehlt, ergänzt er: „Wir sind häufiger in dem Objekt zu Beratungsterminen gewesen und haben mehrsprachige Informationen verteilt.“ Außerdem würde die RSAG ja auch bei jeder Sperrmüllanmeldung grundsätzlich bei den Verbrauchern abfragen, „was genau mitgenommen werden soll und darf“.

Gemeindesprecherin Märtens bestätigt: „Solche Müll-Situationen hat es dort in der Vergangenheit wiederholt gegeben.“ Ein möglicher Grund könnten aus Gemeindesicht die häufigen Mieterwechsel in diesem großen Objekt sein.

Weitere Informationen zur vorschriftsmäßigen Müllentsorgung gibt es im Internet unter www.rsag.de