Radfahren in Zeiten der Coronakrise : Wachtberger ADFC gibt Karte für Radpendler heraus

Der ADFC hat einen Plan mit Radrouten nach Bonn, in den Rhein-Sieg-Kreis und den Kreis Ahrweiler veröffentlicht. Demnächst wird auch die Routensammlung fürs Drachenfelser Ländchen neu aufgelegt.

Der Frühling naht, es wird wärmer. Wo es normalerweise zahlreiche Erwachsene und Kinder in die Natur zieht, bleiben die Plätze, Parks und Wanderwege derzeit wegen der Coronakrise vielfach leer. Für alle, die nicht im Home-Office arbeiten können, hat sich der Wachtberger ADFC nun etwas ausgedacht: Der Club hat einen Plan mit Radrouten nach Bonn, in den Rhein-Sieg-Kreis und den Kreis Ahrweiler für die Wachtberger Radpendler erstellt.

Der erste Impuls kam von seinem ADFC-Kollegen Andreas Stümer, berichtet Erwin Schweisshelm, der für die Öffentlichkeitsarbeit der Wachtberger Ortsgruppe zuständig ist. Man sei sich schnell einig gewesen, „dass man sich in der desolaten Lage nicht hängen lassen darf, sondern etwas tun muss“. Doch wie, sei die Frage gewesen. Ein Artikel über die positiven Seiten des Radfahrens in Coronazeiten habe den Ausschlag gegeben. „Es stärkt Lunge und Immunsystem, man kann dabei den Kontakt in öffentlichen Verkehrsmitteln vermeiden“, zählt Schweisshelm die Vorzüge auf. Außerdem kommt auch jetzt der Klimaaspekt zum Tragen. Denn, so der Sprecher, „es müssen nicht alle aufs Auto umsteigen“.

Karte zeigt verschiedene, weitgehend ruhige Routen

Herausgekommen ist eine Karte, auf der verschiedene, weitgehend ruhige Radwegverbindungen zwischen Wachtberg und den umliegenden Städten und Gemeinden eingezeichnet sind. Auch, ob die Wege asphaltiert sind und ob dort viel Verkehr herrscht, ist zu erkennen. Wer Interesse hat, findet die Karte auf der Seite der Wachtberger Ortsgruppe des ADFC.

Doch das ist noch nicht alles. In den nächsten Tagen sollen außerdem die Informationen zu Radtouren um die Wachtberger Dörfer herum auf den neuesten Stand gebracht werden. Dieses Projekt sei zunächst zurückgestellt worden, „da wir nicht wussten, ob Ausgangssperren drohen“, so Schweisshelm. Da es momentan nicht danach aussehe, Familien und Einzelpersonen auch weiterhin die Natur erkunden dürften, wolle man die Routen nach 2010 nun neu auflegen ebenfalls auch die Ortsgruppen-Homepage stellen.

Touren sind zwischen zehn und 15 Kilometer lang

„Es gibt eine kleine Tour um jedes der 16 Dörfer herum“, erklärt Schweisshelm. Zehn bis 15 Kilometer sind sie jeweils lang, für die besonders sportlichen Radler gibt es zusätzlich eine etwas längere Route. Enthalten sind nicht nur Hinweise, welche Strecken man nehmen sollte, sondern auch Landschaftsbeschreibungen. „Es geht um die Wege und um die Dinge, die man entdecken kann“, so Schweisshelm. Dazu gehört die Fritzdorfer Mühle genauso wie der Bahnhof Kottenforst oder die Antoniuskapelle. „Die Idee ist, die kommende Zeit auch dazu zu nutzen, seine Gemeinde besser kennenzulernen, gerade auch mit Kindern aus dem Haus herauszukommen und sich an der frischen Luft zu bewegen und damit das Immunsystem zu stärken“, heißt es von der ADFC-Ortsgruppe.