1. Region
  2. Voreifel & Vorgebirge
  3. Wachtberg

Auktion in Wachtberg: 41.000 Euro für Wachtberger Feuerwehrautos

Auktion in Wachtberg : 41.000 Euro für Wachtberger Feuerwehrautos

Die Wachtberger Feuerwehr versteigert drei ausrangierte Fahrzeuge. Chef Markus Zettelmeyer hatte nicht damit gerechnet, dass so viel Geld dabei zusammenkommt: 44.100 Euro.

Noch besser als erwartet ist die Auktion der Wachtberger Feuerwehrautos verlaufen. „Ich habe mit 26.000 Euro gerechnet, und es sind 41.000 Euro geworden“, sagte Feuerwehrchef Markus Zettelmeyer auf GA-Anfrage. Wie berichtet, hatte die Gemeinde Wachtberg für mehr als eine Million Euro drei neue, hochmoderne Fahrzeuge angeschafft: zwei Löschfahrzeuge (LF) 20 und ein Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) 10.

Parallel dazu hatte Zettelmeyer drei alte Autos aus dem Fuhrpark ausrangiert und diese zur Auktion freigegeben. „Wir haben auch dank des Artikels im General-Anzeiger 23.000 Klicks auf unserer Homepage gehabt“, sagte Zettelmeyer.

Es sei zwar nicht die erste Auktion gewesen, aber diesmal lief das Ganze zusätzlich über die Sozialen Medien. „Da gab es ziemlich viele Anfragen“, so der Wachtberger Wehrleiter. Meistgefragt war der Unimog der Villiper Löschgruppe. „Ist eben ein Männerspielzeug und zugleich ein Experimentierauto“, so Zettelmeyer.

Auf Facebook hatten sich dann auch viele User auf das rote Prachtexemplar „1300 L“ fokussiert und geäußert, ihn zu einem Wohnmobil oder Expeditionsauto umbauen zu wollen. Auf den Unimog hatte ein Bieter aus Kanada per Brief sogar 5300 Euro gesetzt. „Er ist letztlich für mehr als das Vierfache weggegangen“, erzählt Zettelmeyer, ohne genauere Angaben machen zu wollen. Den Zuschlag für den Unimog sowie für zwei Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 16/25 erhielt ein Händler; es habe 20 konkrete Angebote gegeben.

„Er hat einfach für jedes der drei Autos das höchste Einzelgebot abgegeben“, erklärte der Feuerwehrchef. Dafür erhält der Mann, der die Autos in dieser Woche in Wachtberg abholen will, drei Einsatzfahrzeuge, die vom Äußeren her top sind. „Gleichwohl sind die Fahrzeuge gut 30 Jahre alt, längst abgeschrieben und entsprechen vor allem nicht mehr dem Stand der Feuerwehrtechnik“, hatte Wehrleiter Zettelmeyer während der Versteigerung geäußert.

So ist zum Beispiel das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) 10 nicht nur mit Schere und Spreizer ausgerüstet, sondern auch mit einem Wassertank und einer Pumpe. „Damit ersetzt das HLF nicht nur den Rüstwagen, sondern ist zudem ein vollwertiges Löschfahrzeug“, so Feuerwehrsprecher Michael Ruck vor zwei Wochen.

Zettelmeyer freut sich, dass er mit seinen Auktionen das Gemeindesäckel zumindest ein wenig füllt. Denn den Erlös kann Kämmerin Beate Pflaumann in den Haushalt einplanen.