Schadstoffe im Boden: Zu viel Nitrat im Grundwasser von Swisttal gefunden

Schadstoffe im Boden : Zu viel Nitrat im Grundwasser von Swisttal gefunden

Von Juli bis Oktober 2018 wurden an ausgewählten Stellen in der Gemeinde Swisttal Proben des Grundwasser entnommen. Nun hat der Erftverband die Messergebnisse bekanntgegeben.

Der Erftverband hat die Nitratbelastung des Grundwassers an ausgewählten Stellen in der Gemeinde Swisttal gemessen. Der gesetzlich vorgeschriebene Grenzwert für Nitrat im Grundwasser liegt bei 50 Milligramm pro Liter.

Die letzten Messungen wurden im Zeitraum von Juli bis Oktober 2018 durchgeführt. Die Proben werden dem Grundwasser entnommen und im Labor untersucht. Überwiegend handelt es sich bei den Messstellen um Landwirtschafts- und Waldflächen. Die Messwerte (20 mg/l bis 27mg/l) in den Waldflächen liegen deutlich unter dem gesetzlichen Grenzwert. Dagegen sind die Messwerte in Gebieten der Landwirtschaft in Größen von 50mg/l bis 77 mg/l über dem gesetzlichen Grenzwert.

Die höchsten Belastungen im Swisttaler Gemeindegebiet liegen mit jeweils 77 mg/l an Messstellen bei Morenhoven und bei Mömerzheim. Die Ergebnisse sind im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich. Mehrere Messstellen zeigen Anstiege von einem bis zu vier Milligramm pro Liter an. An der Messstelle bei Ludendorf/Essig sind die Nitratkonzentrationen um 8mg/l zurückgegangen, berichtet Ratsherr Herbert Waskow von der Fraktion „Die Swisttaler“.

Der trockene Sommer ist in den Daten nicht erkennbar. Die Grundwasserstände hängen im Wesentlichen von der Grundwasserneubildungsmenge ab.

Da diese Neubildung nahezu ausschließlich im Winterhalbjahr stattfindet, ergeben sich keine Auswirkungen auf die Grundwasserstände. Diese liegen im Bereich der Vorjahre.

Was die Nitratkonzentrationen betrifft, werde man je nach Tiefe der Messstellenfilter noch einige Jahre bis zu über einem Jahrzehnt abwarten müssen, ob in diesem Jahr mehr Nitratverlagerung ins Grundwasser stattgefunden habe, zitiert Waskow den Diplom-Geologen Nils Cremer vom Erftverband.

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