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Sanierung der Dünstekovener Kapelle: Viele Dünstekovener wundern sich

Sanierung der Dünstekovener Kapelle : Viele Dünstekovener wundern sich

Die Außenrenovierung der Dünstekovener Kapelle ist abgeschlossen. Seit die Einrüstung samt Schutzplanen entfernt ist, wundern sich allerdings viele Dünstekovener. Denn auf der Nordseite, der so genannten Wetterseite, sind helle Flecken sichtbar, die von der neuen Verfugung herrühren.

„Dabei handelt es sich nicht etwa um eine fehlerhafte Arbeit“, stellt der verantwortliche Architekt Bernhard Sauer vom Büro Pützfelderhof in Euskirchen-Billig klar. Es sei korrekt gearbeitet worden. Zum Nachfugen der schadhaften Stellen sei die ursprüngliche Fugenfarbe verwandt worden. Die restliche Wandfläche sei auf der Wetterseite durch Witterungseinflüsse und Schmutzpartikel über die Jahrzehnte dunkler geworden. „Auch die jetzt noch hellen Verfugungen werden in zwei bis drei Jahren nachdunkeln“, sagt Sauer.

Im Mauerwerk waren die Fugen ausgebröselt, durch die undichten Stellen zwischen den Backsteinen drang Wasser ein. Nun sind die schadhaften Fugen erneuert, und in die Dehnungsfugen wurde Bleiwolle geklebt.

Es bleibt beim Ziel, dass das 1907 erbaute Gotteshaus zu Ostern wieder geöffnet werden kann. Dann soll auch die Innenrestaurierung abgeschlossen sein. Der Kirchenraum ist bis unter die Decke eingerüstet. In den Wänden und an der Decke wurden Risse festgestellt. Feine Risse werden zugespachtelt, bei größeren muss der Putz ringsum abgetragen und dann neu verputzt werden. Die Stützen der Orgelempore, die nur auf Bodenplatten standen, sind jetzt „festgemauert in der Erde“.

Defekte Scheiben in der Bleinetzverglasung werden ersetzt. Nach der Erneuerung des Putzes wird ein Kirchenmaler die Ornamente nachmalen. Zum Schluss werden der Baustaub und die fettige, rußige Schicht abgewaschen, die sich über die Jahre an den Wänden und an der Decke gebildet hat, hervorgerufen durch den Ruß der Kerzen und die Atemluft der Messbesucher.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 550.000 Euro. Davon bezahlt das Erzbistum Köln 70 Prozent, die Pfarrgemeinde Heimerzheim 30 Prozent.