Radweg auf der L 163: Umsetzung hängt an fehlendem Grundstück

Radweg auf der L 163 : Umsetzung hängt an fehlendem Grundstück

Geht es nach dem Weilerswister Bürgermeister Peter Schlösser, könnte der von vielen Bürgern aus seiner Gemeinde und aus Swisttal gewünschte Radweg zwischen Heimerzheim und Metternich im nächsten Jahr gebaut werden. Damit wäre eine Lücke im Radwegenetz in der Region geschlossen.

Bisher sei die Realisierung des Projekts daran gescheitert, so Schlösser, dass man sich mit einem Grundstückseigentümer nicht über den Ankauf des benötigten Landes entlang der Straße habe einigen können.

Die Pläne für den Bau des Radwegs, der an der Kreisgrenze in Höhe der Einfahrt zur Burg Kriegshoven beginnen und auf dem Gebiet des Kreises Euskirchen verlaufen würde, sind längst fertig. Er wird deshalb als notwendig erachtet, weil das Radfahren auf der engen und viel befahrenen Straße sehr gefährlich ist.

Der Radweg würde von Heimerzheim aus gesehen an der linken Seite der L 163 gebaut. Er würde 300 Meter lang parallel zur Straße verlaufen, dann abknicken und durch die Felder bis Metternich führen. Nördlich von Metternich existiert bereits ein Radweg, der weiter bis Weilerswist führt.

"Das Thema brennt mir schon lange auf der Seele", sagt Bürgermeister Schlösser. Sollte eine Einigung mit dem Eigentümer über den Ankauf der benötigten 900 Quadratmeter Land nicht gelingen, denkt Schlösser an die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens. Das heißt laut Schlösser, der übergeordnete Bedarf eines solchen Radwegs würde festgestellt, der Eigentümer müsste verkaufen.

Die Planung des Radwegs habe er in enger Abstimmung mit der Gemeinde Swisttal und dem Heimerzheimer Ortsvorsteher Hermann Leuning in die Wege geleitet. Leuning, auch Tourenleiter beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), fordert den Bau des Radwegs seit Jahren.

Die Dringlichkeit eines Radwegebaus zwischen Heimerzheim und Metternich wird laut Bürgermeister Schlösser erhöht durch die Ansiedlung de dm-Logistikcenters im Weilerswister Gewerbegebiet. Denn viele Lkw-Fahrer führen nicht an der Auffahrt Weilerswist auf die A 61, sondern erst über die L 163 zur Auffahrt Heimerzheim, um so eine Mautstelle einzusparen.