SSV Heimerzheim: Tennenplatz wird umgebaut

SSV Heimerzheim : Tennenplatz wird umgebaut

Kunst- oder Hybridrasen - welche Variante bei der geplanten Umwandlung des Heimerzheimer Tennenplatzes realisiert werden soll, wird der Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss (HFB) noch einmal in seiner Sitzung am 17. November beraten.

Dann soll das Ergebnis eines weiteren Gutachtens vorliegen, das zurzeit erarbeitet wird und in der Sitzung vorgestellt werden soll. Das teilte Swisttals Pressesprecher Peter Nitschke auf GA-Anfrage mit.

Wie berichtet, sind der alte Tennenplatz in Odendorf in einen Kunstrasenplatz und der Tennenplatz in Dünstekoven in einen Naturrasenplatz umgewandelt worden. In Buschhoven ist eine neue Gemeinschaftssportanlage für Buschhoven, Morenhoven und Miel entstanden. Die Entscheidung, ob in Heimerzheim Kunstrasen oder Hybridrasen den Tennenplatz ersetzen soll, hatte der Hauptausschuss in seiner Juni-Sitzung vertagt.

Grund waren einander widersprechende Fachgutachten zweier Rheinbacher Landschaftsarchitektur- und Planungsbüros: das vom Atelier Esser einerseits, das der SSV Heimerzheim beauftragt hat, und das des Planungsbüros Dr. Fischer Consult andererseits, das im Auftrag der Gemeinde das Sportstättenkonzept erstellt hatte. Atelier Esser und SSV Heimerzheim schlagen Hybridrasen sowie einen kleinen Trainingsplatz auf dem Lagergelände in Richtung Kottenforst vor (GA berichtete). Der Bau-, Vergabe- und Denkmalschutz-Ausschuss hatte sich einstimmig für diese Variante ausgesprochen. Hybridrasen - Naturrasen mit Wurzeln in einem Kunststoffgeflecht - sei um 50 Prozent stärker belastbar und habe eine längere Lebensdauer als Kunstrasenplätze, deren Beläge nach etwa 13 bis 15 Jahren erneuert werden müssten, wie der SSV-Vorsitzende Heinz Schucht dem GA erläutert hatte.

Die Kosten für einen Hybridplatz wären laut Atelier Esser mit rund 441 000 Euro etwa 100 000 Euro geringer als die Kosten für einen Umbau in einen Kunstrasenplatz, die Fischer Consult auf rund 550 000 Euro beziffert hat. Anders als das Atelier Esser allerdings war Fischer Consult zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Hybridrasenplatz im Winter genauso wenig bespielbar sei wie ein Naturrasenplatz. Wie berichtet, hatte Fischer zudem darauf hingewiesen, dass der Aufbau eines Hybridrasens auf dem bestehenden Tennenplatzunterbau, so wie in der vorliegenden Planung vorgesehen, "nicht DIN-konform" sei.

"Ein Neubau muss jetzt bald kommen", sagt SSV-Vorsitzender Heinz Schucht. Er favorisiert weiter die Hybrid-Variante, "ein Konzept vom Feinsten", weil sie kostengünstiger sei und in 13 Jahren den kompletten Neubelag spare, der bei der Kunstrasenlösung fällig werde. Für eine Kreditaufnahme von 100 000 Euro habe der Vorstand die Zustimmung der Mitgliederversammlung. Beim Bau eines Kunstrasenplatzes müsse der SSV 200 000 Euro aufnehmen. Darüber müsse dann laut Schucht die Mitgliederversammlung entscheiden.

Zurzeit nutzt der SSV den Platz mit sechs Mannschaften. Zudem findet dort täglich Schulsport statt.