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Swisttal-Miel: Bau der Umgehung verzögert sich

Zu viel Verkehr : Bau der Umgehung für Miel verzögert sich

Der Gemeinde Swisttal fehlen zwar konkrete Informationen seitens Straßen NRW. Fest steht: Wann die Umgehungsstraße für Miel kommt, kann niemand mit Gewissheit sagen.

Die Verkehrsbelastung in Miel war für die Bürger das zentrale Thema beim Besuch von Petra Kalkbrenner. Zum Gespräch in der Reihe „Bürgermeisterin vor Ort“ kamen rund ein Dutzend Mieler ins Feuerwehrhaus. Die Frage nach dem Stand „Vollanschluss an die Autobahn A61 und Ortsumgehung Miel“ war folglich eine der ersten, die Robert Gebhardt stellte.

Kalkbrenner konnte dazu aber keine konkrete Antwort liefern. „Die Gemeinde hat am 16. September 2019 beim Landesbetrieb Straßen NRW nachgefragt. Aber wir haben bis heute keine Antwort, trotz schriftlicher Erinnerung“, bedauerte sie. „Wir sind jetzt also keinen Schritt weiter als bei der Dialog-Veranstaltung.“ Die erste hatte bereits im September 2016 stattgefunden, geplant war eine weitere. Mit der zweiten Veranstaltung fortzufahren mache aber erst Sinn, wenn klar sei, wann das Planfeststellungsverfahren starte. „Wir haken weiter nach“, versicherte die Bürgermeisterin.

Die Anfrage der Gemeinde ist seit September unbeantwortet

Einige Mieler selbst waren selbst aktiv geworden und hatten beim Landesbetrieb nachgehakt. Günter Aulenbach berichtete, ihm sei als Grund für die Verzögerung der sechsspurige Ausbau der A­61 genannt worden. Und Martina Unger sagte, ihr gegenüber sei der Mangel an Ingenieuren genannt worden, die die entsprechenden Pläne erarbeiten könnten. Darüber hinaus müssten einige Gutachten neu erstellt werde.

Die Gemeindeverwaltung hatte den Bürgerdialog in Kooperation mit der nordrhein-westfälischen Servicestelle „Dialog schafft Zukunft“ gestartet, um in einem transparenten Verfahren das Votum der Mieler dafür zu erhalten, welche Kriterien Rat und Verwaltung in die Stellungnahme der Gemeinde als Beteiligte in das Planfeststellungsverfahren einbringen sollen. Zentrales Element dabei ist die Frage der An- oder Abbindung sowie der Gestaltung der Bonner Straße/Bundesstraße 56 in der Ortsdurchfahrt.

Beim Dialog mit der Bürgermeisterin wurde nun festgehalten, dass die Mieler auf jeden Fall einen Park&Ride-Parkplatz außerhalb des Ortes haben wollen. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass der ohnehin knapp bemessene Parkplatz am Dorfhaus zusätzlich belastet würde. Der Park&Ride-Parkplatz müsse so geplant werden, dass er nicht von parkenden Lastwagen blockiert werden könne.

Die Verwaltung will diesen Wunsch der Mieler ebenso in die entsprechenden Ratsgremien geben wie die Suche nach möglichen Flächen und die Frage nach den Kosten. Diese und weitere konkrete Vorschläge sollen schon jetzt in den ISEK-Prozess (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) eingebracht werden. Denn Autobahn-Vollanschluss und Ortsumgehung würden den ganzen Ort betreffen und Miel insgesamt verändern. In diesem Zusammenhang wurde noch einmal an das Online-Beteiligungsverfahren erinnert, bei dem alle Bürger aus Swisttal ihre Vorstellungen einbringen können.

Bürgerbeteiligung online auf www.swisttal.de