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Swisttal: Das ist der neue Wirtschaftsförderer Martin Koenen

Martin Koenen : Das ist Swisttals neuer Wirtschaftsförderer

Tourismus, Glasfaserausbau, Mobilität: Der 36-jährige Martin Koenen hat in der Gemeinde Swisttal viel vor. Als Wirtschaftsförderer ist er Ansprechpartner für Existenzgründer und Unternehmen - aber nicht nur.

 Die Coronakrise ist auch eine Krise der Wirtschaft, besonders des Mittelstands. Und mittelständische Betriebe gibt es jede Menge in Swisttal. Deshalb war und ist Wirtschaftsförderer Martin Koenen derzeit besonders stark gefragt. „Wir unterstützen und informieren die Betriebe laufend über Fördermöglichkeiten“, sagt er im Gespräch mit dem General-Anzeiger. Der 36-Jährige hat in Bonn Geografie mit Schwerpunkt Stadt- und Wirtschaftsgeografie studiert und arbeitet seit einigen Monaten bei der Gemeinde.

Koenen bringt neben seinem Studium auch praktische Erfahrungen mit, die er in der Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketinggesellschaft Emmerich sowie bei der Stadt Sulingen nahe Bremen gesammelt hat. Als Wirtschaftsförderer der Gemeinde Swisttal ist er Ansprechpartner für Existenzgründer und Unternehmer aus der Gemeinde. „Ich informiere zu Fördermöglichkeiten, vermittele passende Ansprechpartner in Verwaltung und Region, werfe gemeinsam mit Unternehmern einen neutralen Blick auf deren Ideen und berate sie zu den spezifischen Gegebenheiten am Standort Swisttal“, erklärt Koenen.

Der 36-Jährige ist auch Prokurist der Projekt-Entwicklungsgesellschaft Swisttal. So habe er seit seinem Amtsantritt im November Unternehmen, den Gewerbeverein Swisttal und das Unternehmernetzwerk Rhein-Voreifel kennengelernt. Zu seinen Aufgaben gehöre auch die Begleitung und Koordination der geförderten Beratungsleistungen im Zuge des „Masterplan Gigabit“. Mit diesem Programm will das Land Nordrhein-Westfalen laut eigener Aussage „Tempo beim Glasfaserausbau“ machen.

Kooperation für Tourismusmessen geplant

Zu Koenens Aufgaben gehören aber auch Tourismus und Mobilitätsmanagement mit dem Schwerpunkt Öffentlicher Personennahverkehr. Geplant sei in Kooperation mit der Rhein-Voreifel-Touristik die Teilnahme an touristischen Messen. Mit Gastronomie und Hotellerie aus der Gemeinde seien mögliche Angebote zum Beethoven-Jubiläum entwickelt worden. Im Bereich der Mobilität will sich der Wirtschaftsförderer über das „Zukunftsnetz Mobilität NRW“ zudem zum Mobilitätsmanager weiterbilden. „Die konzeptionelle Weiterentwicklung des Öffentlichen Personennahverkehrs ist ein wichtiges Thema für die Wirtschaftsförderung in Swisttal“, erklärt er. Neben der ständigen Fortentwicklung des ÖPNV will er mit der Fortbildung einen Schwerpunkt auch auf zukunftsorientierte Mobilitätsformen legen.

Ebenfalls im Fokus hat er die Ortskernentwicklungen aus dem Blickwinkel der Gewerbetreibenden, dazu gehören der ISEK-Prozess (Integrierte Städtebauliche Entwicklung) und das DORV-Projekt (Dienstleistung und Ortsnahe Rundum-Versorgung) in Buschhoven, durch die wichtige Entwicklungen im Ortskern angestoßen werden sollen. Ideen hat Koenen auch hinsichtlich des erklärten Ziels der Gemeinde, sich als attraktiver Standort für Wohnen und Arbeiten zu positionieren. „Angestoßen ist eine weitere Ausweisung von Gewerbeflächen in Odendorf, um den Wirtschaftsstandort Swisttal zu stärken, Arbeitsplätze zu schaffen und die dabei hohe Auspendlerquote zu reduzieren“.