Odendorf: Schule und Dorfsaal sollen unter ein Dach

Grundschule in Swisttal : Schule und Dorfsaal sollen in Odendorf unter ein Dach

Die Gemeinde Swisttal plant in Odendorf ein neues multifunktionales Gebäude. Darin sollen die Grundschule am Zehnthof ebenso wie der Dorfsaal unter kommen.

In einem Multifunktionsgebäude sollen die Grundschule Am Zehnthof und der Dorfsaal am Standort der Grundschule gemeinsam untergebracht werden. Dieser neuen Variante haben Schulausschuss und Bau- und Vergabeausschuss in gemeinsamer Sitzung einstimmig zugestimmt. Grundlage dieses Votums war die Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Koenigs Rütter. Christoph Rütter stellte den Ausschüssen einen groben Entwurf für ein winkelförmiges Gebäude vor, das in einem Bereich drei, in dem anderen zwei Geschosse haben könnte. Es gebe sowohl die Möglichkeit der Vergrößerung des Baukörpers als auch die Chance, den zweigeschossigen Gebäudeteil um ein Geschoss zu erhöhen.

Dem ersten Entwurf zufolge ist ein gemeinsamer Haupteingang mit Foyer für Schule und Dorfsaal vorgesehen. Darüber hinaus sind für Schule und Offene Ganztagsschule ein weiterer Eingang sowie auf der Rückseite ein dritter Eingang für Anlieferung geplant. Auf der Rückseite sollten auch Küche, Barbereich und Lagerräume positioniert werden. Der Dorfsaal soll zweigeschossig sein, damit die Bühnen- und Veranstaltungstechnik untergebracht werden kann. Die 420 Quadratmeter Gesamtfläche sind ausgelegt für bis zu 500 Personen bei einer Stehveranstaltung, 360 Personen bei Theater-Reihenbestuhlung oder 200 Personen bei Tischbestuhlung.

Der Saal soll unterteilbar sein. Unter dem Dorfsaal im Souterrain ist eine Gymnastikhalle angedacht. Die oberen Geschosse sind dem ersten Entwurf zufolge für die Schulnutzung vorgesehen. Die über Flächenkennzahlen ermittelten Kosten bezifferte Rütter auf rund 8,23 Millionen Euro. Davon würden 70 Prozent beziehungsweise 5,99 Millionen Euro auf die Schule entfallen und 30 Prozent beziehungsweise 2,24 Millionen auf den Dorfsaal.

 Schulleiter Christian Kaiser zeigte sich „glücklich über die Lösung mit dem Dorfsaal“, der der Schule auch als Aula zur Verfügung stehen soll. Allerdings wies er kritisch auf aus seiner Sicht zu wenige Räume für die Schule hin: „Wir brauchen Fach- und Förderräume. Die Anzahl der Räume ist in diesem ersten Entwurf nicht so, dass wir in die Zukunft planen können.“

Die Anmerkungen des Schulleiters sollen auf jeden Fall nachgearbeitet werden, waren sich die Fraktionen einig. Nicht einlassen wollten sie sich mehrheitlich auf eine erneute Diskussion, ob das bestehende Dorfhaus am jetzigen Standort nicht doch saniert werden sollte, wie von Hartmut Benthin (SPD) geäußert.

Wie Gertrud Klein (CDU) auf kritische Nachfragen angesichts der Kostenberechnung und noch nicht vorliegenden Zusagen über Fördermittel vorrechnete, würde auch die bisherige Alternative mit Aufstockung des Bestandsgebäudes der Schule sowie der Sanierung des bestehenden Dorfhauses insgesamt „bei rund sieben Millionen liegen“. Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner erinnerte daran, dass die Odendorfer sich eindeutig dafür ausgesprochen hatten, dass das Dorfhaus im Ortszentrum bleiben und nicht ins Gewerbegebiet ziehen soll. Ortsvorsteherin Elisabeth Kümpel, der der Entwurf ebenso wie der Dorfhaus-AG vorgestellt worden war, sagte. „Wir finden das ganz toll.“

 „Wir haben hier die Riesenchance auf Fördermittel. Wenn Odendorf dieses Geschenk nicht annimmt, verstehe ich die Welt nicht mehr“, sagte Stephan Faber (Grüne). Zudem gewinne Odendorf durch die Aufgabe des bisherigen Dorfhausgebäudes eine weitere Liegenschaft im Ortszentrum, so Hanns Christian Wagner (CDU). Diese Fläche solle nicht an einen Investor vergeben, sondern von der Gemeinde selbst sinnvoll gestaltet werden.

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