1. Region
  2. Voreifel & Vorgebirge
  3. Swisttal

Odendorf: Interview mit Ortsvorsteherin Elisabeth Kümpel

„Kurz gefragt“: Elisabeth Kümpel : Interview mit Ortsvorsteherin von Odendorf

Über die Pläne eines Multifunktionsgebäudes für Schule und Dorfsaal sprach Gerda Saxler-Schmidt mit Elisabeth Kümpel. Die 72-Jährige ist seit beinahe 16 Jahren die Ortsvorsteherin von Odendorf.

Hatten Sie Kenntnis von der Unterschriftensammlung?

Elisabeth Kümpel: Ja, über Dritte habe ich gehört, dass Unterschriften gesammelt wurden.

Waren die Anwohner informiert, dass die Machbarkeitsstudie vorgestellt wird?

Kümpel: Ratsfrau Brigitte Haselwanter hat selbst einige Anwohner telefonisch informiert, dass das Thema auf der Tagesordnung stehe. Einige haben die Sitzung auch im Zuhörerraum verfolgt.

Was sagen Sie denn zu der Aussage, dass es „dem Dorf um den Erhalt des wunderschönen alten Dorfsaals“ gehe?

Kümpel: Die Sache zieht sich doch schon über Jahre. Schon Bürgermeister Maack hatte versucht, einen Trägerverein für den Betrieb des Dorfsaals zu finden. Vergeblich. Natürlich darf man der Meinung sein, der alte Dorfsaal sei schön. Das ist aber nur die eine Seite. Die andere Seite ist, dass der Saal dringend saniert werden muss. Die Toiletten haben keine Lüftung, die Kabinen sind zu eng und über kurz oder lang muss auch das Dach saniert werden. Dafür gibt es aber kaum Fördermittel, für ein Multifunktionsgebäude schon.

Was sagen denn die Ortsvereine zum Multifunktionsgebäude?

Kümpel: Bürgermeisterin Kalkbrenner hatte die Ortsausschussvorsitzende Arletta-Marie Kößling, Ralf Meis als Vorsitzenden der Theatergruppe, der zugleich auch Vorsitzender der Dorfhaus-AG ist, und mich eingeladen, um die Machbarkeitsstudie vorzustellen. Wir waren vorher skeptisch, aber nachdem uns das erklärt wurde, waren wir begeistert.

Was sagen Sie denn zu Befürchtungen von Nutzungskonflikten zwischen Schule und Dorfsaal?

Kümpel: Man kann wirklich nicht behaupten, dass die Nutzung des Dorfsaals nicht vereinbar wäre mit dem Schulbetrieb. Das lässt sich einerseits schon an dem ersten Entwurf der Studie ablesen. Und zum anderen hat sich der Schulleiter schon positiv geäußert. Denn die Schule kann den Saal auch nutzen für Aktivitäten. Zudem zeigen Beispiele andernorts, dass es nicht zu Nutzungskonflikten kommt.