"Nicht beirren lassen"

Der Landtagsabgeordnete Gerhard Papke stärkt den Landschaftsschutzvereinen den Rücken und setzt auf den Regierungspräsidenten.

Im Kampf gegen den Quarzkiesabbau haben die Landschaftsschutzvereine Kottenforst (LSK) und Vorgebirge (LSV) die Fraktionen im Regionalrat auf ihrer Seite: Sie wollen der Expertise der Vereine folgen. "Dieses Gutachten ist absolut über jeden Zweifel erhaben", versicherten FDP-Landtagsfraktionschef Gerhard Papke und Rudolf Finke, FDP-Fraktionsvorsitzender im Kreistag und im Regionalrat.

Auf Einladung der Swisttaler Liberalen nahmen sie an einer Ortsbesichtigung teil, die an den Rand der Grube der Kieswerk Rheinbach GmbH auf Flerzheimer Gebiet führte. Diese will die Betreiberfirma um 30 Hektar in Richtung Buschhoven ausweiten.

Wie berichtet, ist für die Landschaftsschutzvereine eine Trockenauskiesung nördlich von Weilerswist ideal mit dem Interesse der Allgemeinheit vereinbar. Dort ist Quarzkies höchster Qualität mit 58 Metern Mächtigkeit vorhanden. Der Abbau auf 15 Hektar in Weilerswist zusammen mit den bereits genehmigten Abbaugebieten erfülle auch die geforderte Planungssicherheit der Quarzversorgung auf 50 Jahre.

Regierungspräsident Hans Peter Lindlar werde sich "hoffentlich dem einmütigen Votum aller Parteien nicht in den Weg stellen", sagte Papke. Auch der NRW-Energie-Ministerin habe er bereits dargestellt, wie sensibel das Thema sei. Nun zögen alle politischen Kräfte der Region an einem Strang, da sollte man sich nicht beirren lassen. Wichtigster Schritt sei nun der neue Regionalplan. Das Verwaltungsgericht Köln hatte den geltenden Regionalplan von 2003 für nicht verbindlich erklärt - dieser lässt im Raum Buschhoven keinen Kiesabbau zu.