Diskussion um Änderung: Name der Swisttaler Schule ist "ein sensibles Thema"

Diskussion um Änderung : Name der Swisttaler Schule ist "ein sensibles Thema"

Viele Eltern verbinden mit dem Namen Georg-von-Boeselager-Schule noch die frühere Hauptschule und schicken ihre Kinder daher zu weiterführende Schulen in anderen Kommunen. Eine Umbenennung der Schule ist heikel. Der GA hat Stimmen eingefangen.

Die Namensänderung einer Schule muss vom Swisttaler Gemeinderat beschlossen werden. Die würde in enger Abstimmung mit der Schule geschehen. Die Rektorin der Buschhovener Grundschule, Heike Schwabenbauer: „Es ist ganz massiv so, dass viele heutige Eltern die Georg-von-Boeselager-Schule nur als Hauptschule kannten.“

Barbara Ulbrich, Konrektorin der Georg-von-Boeselager-Sekundarschule, macht die Beibehaltung des Namens als Problem aus: „Die Verpackung ist irritierend.“ Sie plädiert für eine Umbenennung in „Sekundarschule Swisttal“. Ein guter Zeitpunkt sei der Sommer.

Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner sieht jetzt „einen objektiven Ansatzpunkt, den Namen anzupacken“.

Schulleiterin Angelika Polifka will das Thema in der Schulkonferenz, die aus Lehrern, Eltern und Schülern besteht, diskutieren. Sie bedauert, dass ihre Schule in vielen Köpfen der Eltern immer noch als „Boeselager-Hauptschule“ gespeichert sei. Dies würde für eine Namensänderung sprechen. Dagegen spreche die historische Bedeutung des Widerstandskämpfers Georg von Boeselager als Vorbild einer Schule ohne Rassismus. Sie wolle demnächst auch mit der Familie von Boeselager sprechen.

BfS-Ratsherr Joachim Güttes sagt, man müsse alles daran setzen, regionale Persönlichkeiten im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Der Name Boeselager und Swisttal gehörten zusammen. Deshalb sei er gegen eine Namensänderung.

FDP-Ratsfrau Monika Wolf-Umhauer meint, der Name der Schule spiele keine Rolle. Viele Eltern meinten, wenn ihr Kind in Heimerzheim zur Schule gehe, wisse jeder, dass es nicht Abitur mache.

Ratsherr Karl-Heinz Peters (Die Swisttaler): „Einige Historiker sehen Georg von Boeselager durchaus kritisch.“ Deshalb könne er mit einer Namensänderung leben.

CDU-Ratsherr Bernd Großmann sagt, die Fraktion habe sich noch keine Meinung gebildet. In jedem Fall sei es ein „sensibles Thema“.

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