Hochwasser in der Region: Mieler kommen relativ glimpflich davon

Hochwasser in der Region : Mieler kommen relativ glimpflich davon

Der starke Regen vom Mittwoch und in der Nacht zum Donnerstag hat die Swist und der deren Nebenbäche stellenweise über die Ufer treten lassen. Zahlreiche Felder wurden überspült. Besonders betroffen war Miel, und dort besonders der Küpperweg.

Die Swisttaler Feuerwehr unter Leitung des stellvertretenden Gemeindebrandinspektors Paul Buhl war mit etwa 40 Männern die ganze Nacht im Einsatz. Die Einsätze wurden im Mieler Feuerwehrhaus von einem kleinen Krisenstab mit Paul Buhl, Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner und Ordnungsamtsleiter Armin Wallraff koordiniert. Gegen Mitternacht war abzusehen, dass der Jungbach, der hinter den Gärten der Anwohner des Küpperwegs fließt, überlaufen würde. Deshalb klingelten die Feuerwehrleute ab 1 Uhr bei den Anwohnern, um sie zu warnen. Anschließend halfen sie ihnen, die Keller mit Sandsäcken abzudichten.

Als die 500 gefüllten Säcke im Depot des Gemeindebauhofs aufgebraucht waren, bat Buhl die Bonner Berufsfeuerwehr um Hilfe. Gegen 2.30 Uhr lieferten die Bonner den Swisttalern 1000 weitere gefüllte Sandsäcke. Mit Hilfe der Säcke und dem Abpumpen des eindringenden Jungbachwassers aus den Gärten verhinderte die Feuerwehr, dass die Keller voll liefen. Sieben Häuser wurden so abgesichert. Nur in drei Garagen drang Wasser ein. Gegen 8 Uhr waren am Küpperweg für die Feuerwehr die gröbsten Arbeiten erledigt.

An der L 182 bei Heimerzheim war Erdreich in einer Baustelle abgesackt. Die Baustelle musste gesichert werden. Bei der Arbeit in Miel hatte der Krisenstab auch stets den Pegel der Swist im Auge, der um 4.15 Uhr bei Morenhoven mit 2,06 Meter seinen Höchststand erreichte. Während die Swist in Heimerzheim in ihrem Bett blieb, überspülte sie bei Dünstekoven und Miel zahlreiche Felder. Auch eine Apfelplantage an der B 56 in Höhe der RSAG-Umladestation stand unter Wasser. Am Morgen gegen 7 Uhr sperrte die Autobahnmeisterei Rheinbach die Abfahrt Swisttal-Miel der A 61 aus Richtung Köln, weil der Jungbach sie überflutet hatte. Um 11.30 Uhr wurde die Abfahrt wieder freigegeben.

Die Rheinbacher Feuerwehr hatte in der vergangenen Nacht insgesamt 16 Einsätze. 50 Einsatzkräfte waren bis am Morgen um 6 Uhr im Einsatz. Hauptsächlich an der Frankenstraße in Oberdrees waren Keller voll gelaufen oder mussten mit insgesamt etwa 250 Sandsäcken abgedichtet werden, sagte Einsatzleiter Jörg Kirchhartz, stellvertretender Stadtbrandmeister. Das Wasser war aus Richtung Gut Waldau über die Felder nach Oberdrees geflossen und hatte sich dort in einer Mulde auf einer Wiese in der Nähe der Frankenstraße gesammelt. Aus dieser Mulde pumpte die Feuerwehr Wasser ab, damit es nicht in die Keller eindringen konnte. In Flerzheim fehlten der Swist noch 20 Zentimeter zum Übertreten ihres dortigen Betonbettes.