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Bäume in Miel: Linden sollen zurückgeschnitten werden

Bäume in Miel : Linden sollen zurückgeschnitten werden

Die Linden am Kriegerdenkmal in Miel sind krank. Um die ortsbildprägenden Bäume zu erhalten, sollen zwei der Linden am kommenden Freitag, 21. November, vom Bauhof der Gemeinde bis zum Kronenansatz zurückgeschnitten werden.

Bei dem dritten Baum werden die Mitarbeiter das Totholz aus dem Kronenbereich herausschneiden. In der neuen Vegetationsphase im kommenden Frühjahr sollen die Linden beobachtet werden, um dann über weitere notwendige Maßnahmen zu entscheiden.

Aufgrund eines Bürgerantrages des Naturschutzvereins "Rettet Bäume & Biotope" hatten sich der Ausschuss für Umweltschutz, Wirtschaftsförderung und Energie sowie der Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss mit dem Zustand der Bäume beschäftigt. "Auf Dauer wird es dort jeder Baum schwer haben, bei dieser Standortbelastung durch das Streusalz und den Autoverkehr auf der B 56", sagte Ralf von der Stein (CDU) im Umweltausschuss.

Einig waren sich alle Fraktionen, aufgrund des ortsbildprägenden Charakters der Bäume vorsichtig heranzugehen, wie etwa Udo Ellmer (Grüne), Christian Böse (SPD) und Hanns Christian Wagner (CDU) äußerten. Auf jeden Fall seien möglicher Pilzbefall und Standsicherheit zu prüfen, so der Sachkundige Bürger der Bürger für Swisttal (BfS), Robert Gebhardt, und Monika Goldammer (FDP).

Der Wahrung der Verkehrssicherungspflicht räumte die Beigeordnete Petra Kalkbrenner höchste Priorität ein. Martina Unger, Vorsitzende der CDU Miel, erinnerte daran, dass die mehr als 50 Jahre alten Linden sich bis vor einigen Jahren noch stattlich über dem Denkmal erhoben und das Zen-trum von Miel verschönert hätten.

"Umweltschmutz, Feinstaubbelastung und der versalzte Boden, bedingt durch die stark befahrene Bundesstraße 56, töten langsam unsere alten Bäume", bedauerte sie. "Festhalten sollte man: Durch die Lärm- und Schmutzemission der durch unser Dorf fließenden Bundesstraße 56 sterben Bäume! Es liegt nahe zu fragen, was mit den Einwohnern in unserem Dorf geschieht, die dieser Belastung ebenfalls seit Jahren ausgesetzt sind."

Damit zog Unger die Verbindung zum Thema Ortsumgehung Miel. Dass diese die "Voraussetzung dafür ist, die Mieler Bürger von Feinstaub, Lärm und Dreck zu entlasten", sei auch in einer Gesprächsrunde mit der Landtagsabgeordneten Ilka von Boeselager (CDU) betont worden, ebenso bei der Mitgliederversammlung der Mieler CDU. Dabei sei auch unterstrichen worden, dass nur die geplante Variante, die den Lärmschutz schon integriert habe, Aussicht auf Verwirklichung habe und alles andere das Vorhaben gefährde.

Info

An diesem Samstag will die CDU Miel zwischen 13 und 15 Uhr den Verlauf der geplanten Ortsumgehung vor Ort darstellen.