Burgenfahrt in Swisttal: Eine Kutschfahrt in die Vergangenheit

Burgenfahrt in Swisttal : Eine Kutschfahrt in die Vergangenheit

Bei der siebten Burgenfahrt zwischen dem Gut Hohn, Buschhoven, Morenhoven und Heimerzheim präsentieren die Teilnehmer ihre Traditionsgespanne und drehen die Zeit um mehr als 100 Jahre zurück.

Anlass war die siebte Burgenfahrt zur Burg Heimerzheim, die der FSC Hubertushof veranstaltete. Zwei Tage lang begegneten den Autofahrern, Spaziergängern und Fahrradfahrern auf Straßen und Feldwegen 33 elegante Traditionsgespanne aus ganz Deutschland auf ihrem Weg zur Burg Heimerzheim. Doch nicht nur die Kutschen waren „zeitgemäß“, sondern auch ihre Passagiere waren der Zeitreise entsprechend gekleidet.

Trotz der großen Herausforderung für Fahrer, Beifahrer und Pferde genossen die Teilnehmer zwei Tage lang während ihrer Fahrten die herrliche Landschaft entlang der Swist und im Kottenforst. Die erste Station der 33 Einspänner, Zweispänner, Vierspänner, Tandems und Quadrigen war das gemeinsame Picknick im Burgpark von Burg Heimerzheim – natürlich prunkvoll, elegant wie vor 100 Jahren – mit einem traditionellen Picknickkoffer, einer Obstplatte und Champagnergläsern. Den Höhepunkt des Wochenendes bildete die große Gespannpräsentation auf der Burg Heimerzheim. Die Gespanne starteten am Gut Hohn, dann ging es weiter zur Burg Morenhoven, über das Gut Capellen, zur Burg Heimerzheim, wo die zahlreichen Pferde- und Gespannliebhaber schon ungeduldig auf das Eintreffen der Wagen warteten.

Das erste Gefährt, das in den Innenhof der Burganlage einfuhr, war eine ganz besondere Equipage. Annegret Stier aus Bonn, begeisterte mit ihrer historischen Kutsche, einem „Wagonette Variable“, einem Zweispänner in Brustblattanspannung, und mit ihren zwei Moritzburger Pferden „Erlkönig“ und „Sir Henry“. Die Hengste trabten anmutig in den Innenhof der Burg. Stier trug ein traditionelles Kleid – natürlich mit Hut – und auch ihr Beifahrer Alexander Stier war historisch korrekt mit einem hellen Anzug und Bowler gekleidet.

Der Kommentator der Veranstaltung, Michael Straeten, erklärte kurz die Wagenart, Pferderasse, Besonderheiten und Funktionen des Gespanns, bevor er die Fahrerin zu sich bat, um ihr ein kleines Andenken an die Burgenfahrt in Form einer hölzernen Plakette zu überreichen. Ein weiteres Highlight aus der Gegend – besonders für die jungen Zuschauer – war der Federwagen von Norbert Schütterle aus Alfter, der von vier Shetland Ponys gezogen wurde. Beifahrerin war seine Ehefrau Susanne Schütterle. Außerdem begleiteten sie ihre Töchter Frederike, Carlotta, Henriette und Annika Schütterle als Passagiere. „Ich komme seit zwei Jahren mit meinen Enkeln her und freue mich immer wieder, wenn ich sehe, dass die ganze Familie an so einer Aktion teilnimmt. Das ist doch mal ein schönes, gemeinsames Hobby“, erzählt Besucherin Gudrun Fleischer begeistert und hofft darauf, dass es auch im nächsten Jahr wieder eine Burgenfahrt geben wird.

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