Vertrag Heimerzheim unterzeichnet: Ein neues Baugebiet entsteht in Heimerzheim

Vertrag Heimerzheim unterzeichnet : Ein neues Baugebiet entsteht in Heimerzheim

Eine "unendliche Geschichte" geht ihrem glücklichen Ende zu: Für das Wohngebiet „Rücklage Euskirchener Straße“ wurde der Städtebauliche Vertrag zwischen Gemeinde und Erschließungsträger unterzeichnet.

Was vor rund 13 Jahren gescheitert war, geht nun doch in die Realisierung: Für das Wohngebiet „Rücklage Euskirchener Straße“ in Heimerzheim ist jetzt mit der Unterzeichnung des Städtebaulichen Vertrags zwischen der Gemeinde und der Erschließungsträgerin Gebig Immobilien- und Projektentwicklungsgesellschaft GmbH aus Köln (Gebig IPG) der offizielle Startschuss gefallen. Rund 60 Grundstücke von Privateigentümern zwischen 400 und 700 Quadratmetern Größe für freistehende Einzelhäuser und von durchschnittlich 300 Quadratmetern für Doppelhäuser werden entstehen.

Familien wollen bauen

„Die Nachfrage junger Familien nach Baugrundstücken in Swisttal ist sehr groß ist. Das ist ein Trend, der sich seit etwa eineinhalb Jahren abzeichnet, sagte Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner bei der Vertragsunterzeichnung mit dem Geschäftsführenden Gesellschafter der Gebig IPG, Oliver Schmitz, in Anwesenheit des Projektleiters Felix Weber, des Planers Markus Fischer von Dr.-Ing. Fischer Consult aus Rheinbach und dem Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung, Jürgen Funke.

„lch freue mich, dass es durch das Engagement von Grundstückseigentümern und Gebig gelungen ist, mit allen Eigentümern eine Lösung zur Entwicklung des Gebiets auf den Weg zu bringen.“ Das angrenzende Neubaugebiet Kammerfeld sei annähernd bebaut, ebenso das Baugebiet „An der Swist“. Insofern sei es besonders schön, dass mit der Rücklage Euskirchener Straße nahtlos ein weiteres Baugebiet angeboten werden könne.

Fachbereichsleiter Funke erinnerte an die Historie, denn schon 2003/2004 habe die Verwaltung einen fertigen Bebauungsplan für die Rücklage Euskirchener Straße gehabt. Damals habe aber ein vom Rhein-Sieg-Kreis geforderter Kreisverkehr erhebliche Kosten verursacht, weshalb es nicht zur Umsetzung gekommen sei.

Kostengünstigere Linksabbiegerspur

Nun hatten die Privateigentümer das Projekt noch einmal angestoßen. Als Ergebnis von Abstimmungsgesprächen könne anstelle eines Kreisels jetzt eine kostengünstigere Linksabbiegerspur gebaut werden, so Fischer. Weil auf den Kreisel verzichtet werde, hätten die Flächenzuschnitte geändert werden müssen, so Funke. Darüber hinaus sei aufgrund der langen Zeitdauer eine zweite Stufe der Artenschutzprüfung der intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen notwendig gewesen.

Die Erschließungsträgerin Gebig IPG ist in dem Projekt Investor für rund 30 beteiligte Grundstückseigentümer und allein verantwortliche Vertragspartnerin der Gemeinde. Die Kosten für die Erschließung von rund 1,6 Millionen Euro tragen die Eigentümer. Das Gebiet soll in zwei Bauabschnitten und in einem zweistufigen Verfahren erschlossen werden. Demnach können die ersten Häuser ab Sommer 2017 errichtet werden.

Der Planungs- und Verkehrsausschuss wird sich in der Sitzung am 17. November mit Anregungen aus der Offenlage der 1. Änderung befassen, dann folgt eine weitere 14-tägige Offenlage. Ziel ist es, Anfang nächsten Jahres Baurecht herzustellen.

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