Sportplatz gesperrt: Dämmstoff überschwemmt Platz

Sportplatz gesperrt : Dämmstoff überschwemmt Platz

Nach Regenschaden sperrt die Gemeinde Swisttal die neue Buschhovener Sportanlage. Glasschaumschotter hatte sich auf der Anlage großflächig verteilt.

Sie sehen aus wie grobe Kieselsteine oder dicke Hagelkörner. Doch wenn man sie in die Hand nimmt, stellt man fest: Die Dinger sind luftig leicht. Und deshalb schwimmen sie sogar auf den Pfützen an der Zufahrt zur neuen Buschhovener Sportanlage. Es handelt sich um das Material Misapor, ein Dämmstoff, auch Glasschaumschotter genannt. Und dieser Dämmstoff ist der Grund dafür, dass die Gemeinde Swisttal jetzt die aus einem Haupt- und einem Nebenplatz bestehende Sportanlage gesperrt hat. Der Schotter, leicht wie Styropor, hatte sich nach dem starken Regen am Mittwoch über große Teile der Anlage verteilt.

Gebäudemanager Udo Müllenborn blieb keine andere Wahl, als beide Plätze zu sperren. Was war passiert? Bei einer Besichtigung der Anlage erklärte er gestern, die Gemeinde Swisttal habe das Dämmmaterial in der letzten Maiwoche auf die etwa 150 Quadratmeter große Grundfläche des künftigen Sportlerheims, das die Vereine SV Swisttal und Hertha Buschhoven gemeinsam bauen, aufbringen lassen. Zuvor waren bereits die Abwasserleitungen in Richtung des Kanals im Karl-Kaufmann-Weg gelegt worden. Die Schicht Dämmkiesel ist etwa 30 bis 40 Zentimeter stark und soll zur Wärmeisolierung beitragen.

Auf sie soll der Betonboden des künftigen Heims gelegt werden. Da das Fundament unterhalb des natürlichen Erdbodenniveaus liegt, lief das Wasser von den starken Niederschlägen aus den umliegenden Feldern in die Mulde. Als diese voll war, suchte sich das Wasser samt den darauf schwimmenden Schaumschotterkieseln seinen Weg entlang des Hauptplatzes und sammelte sich dann auf dem Nebenplatz. Während das Wasser versickerte, bedecken die grau-weißen Stücke nun etwa ein Drittel der Platzfläche.

Müllenborn hat inzwischen beide Vereinsvorstände angeschrieben und um Hilfe bei der Säuberung der Anlage gebeten. Denn mit den Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofes alleine ist diese Aufgabe nicht zu stemmen. „Wir können hier kein schweres Gerät zum Einsatz bringen, die Anlage darf nicht befahren werden“, sagt Müllenborn. Das müsse alles per Hand geschehen. Mit Schaufeln müsse das Material auf Schubkarren geladen und dann zur Grundfläche des Hauses gefahren werden. Wie lange dies dauert, konnte Müllenborn gestern nicht sagen. Das hänge auch davon ab, wie lange die Bauhof-Männer noch im Hochwassereinsatz seien. Auch die Frage der Schadenshöhe könne jetzt noch nicht beantwortet werden. Dies sei erst möglich, wenn das Material vom Kunstrasen entfernt sei.

Auch Ortsvorsteherin Christel Eichmanns sah sich gestern die Anlage an. Sie hofft auf viele freiwillige Helfer bei der Aufräumaktion und sagte zu, sich um deren Verköstigung zu kümmern.