Sportanlage zwischen Buschhoven und Morenhoven: Auf dem Acker soll Kunstrasen verlegt werden

Sportanlage zwischen Buschhoven und Morenhoven : Auf dem Acker soll Kunstrasen verlegt werden

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich hat gestern der Bau der Gemeinschaftssportanlage Buschhoven-Morenhoven-Miel begonnen.

Von einem "Jahrhundertprojekt" für die Gemeinde sprach Bürgermeister Eckhard Maack vor Ortsvorstehern, Vertretern von Kreis, Rat und Verwaltung, der beteiligten Sportvereine, ausführenden Firmen und Bürgern. Nicht weniger als 1,92 Millionen Euro stehen dafür im Swisttaler Haushalt bereit.

Fertig sein soll die Anlage zwischen den Ortschaften Buschhoven und Morenhoven im Frühsommer. Dann ist sie nach Odendorf der zweite Kunstrasenplatz in der Gemeinde. Genau genommen sind es zwei unterschiedlich große Kunstrasenplätze, hintereinander angeordnet auf ehemaligen Ackerflächen zwischen L493 und B56.

Der kleinere Platz misst 97,60 mal 63,60 Meter, der größere 107,60 mal 67,60 Meter - bundesligatauglich, wie Jan-Günther Naß, stellvertretender Vorsitzender des Fußballkreises Bonn feststellte. "Bei diesen Maßen kann sich noch was entwickeln", sagte er. Und das nicht nur in Richtung höhere Ligen.

Sondern vor allem in Hinblick auf die Jugendarbeit der Sportvereine, wie Thomas Wagner, Sport-Dezernent des Rhein-Sieg-Kreises, als Vertreter von Landrat Sebastian Schuster sagte: "Hier wird für Jugendliche etwas geschaffen, damit sie sich weiterentwickeln können."

Damit werde zugleich auch der Grundstein gelegt für die Entwicklung der Sportvereine in der Zukunft. Und nicht zuletzt für die Zukunft der Gemeinde, wie Bürgermeister Maack betonte: "Sportplätze sind weiche Standortfaktoren und stellen Entscheidungshilfen für Neubürger dar, wenn sie sich überlegen, wohin sie ziehen wollen."

Neben Fußballplätzen entstehen auf der Sportanlage eine Weitsprunggrube für Leichtathletik-Abteilung und Schulsport, ein Beachvolleyballfeld, eine Bouleanlage, eine Tribüne für 180 Zuschauer, ein Lärmschutzwall, zwei Fertiggaragen als Materiallager, 68 Pkw-Stellplätze und ein Behelfsparkplatz.

Das Sportlerheim soll 500.000 Euro kosten, die beiden Vereine Hertha Buschhoven und SV Swisttal als Bauherren nehmen dazu jeweils einen Kredit über 200.000 Euro bei der NRW-Bank auf, die Gemeinde gibt 50.000 Euro Zuschuss, die restlichen 50.000 Euro erbringen die beiden Vereine in Form von "Muskelhypothek".

Vor acht Jahren habe der rund 900 Mitglieder starke Sportverein Hertha Buschhoven beantragt, den alten Ascheplatz am Wiedring umzuwandeln in einen Kunstrasenplatz. "Der Ascheplatz war drei bis vier Monate im Jahr nicht bespielbar", so Neffgen, der allen Beteiligten ebenso dankte wie Luigi Belgiovine für den 600 Mitglieder starken SV Swisttal. Nur isoliert den Buschhovener Sportplatz zu betrachten, habe der Gemeinde aber zu kurz gegriffen, so Maack.

Von einer Architektengesellschaft ließ sie ein Sportstättenkonzept für alle Außensportanlagen erstellen, das nach teils kontroverser Diskussion in den politischen Gremien schließlich verabschiedet wurde. Die bestehenden Plätze in Buschhoven und Morenhoven wurden verkauft.

In Morenhoven werden 24 Wohnhäuser gebaut, in Buschhoven soll neben Wohnungen eine Pflegeeinrichtung für Senioren entstehen. Der Mieler Platz wurde zum Teil bebaut, der andere Teil wird in eine Grünanlage umgewandelt. Dünstekoven erhielt einen Naturrasenplatz. Wie in Odendorf, soll schließlich auch der Ascheplatz in Heimerzheim in einen Kunstrasenplatz umgewandelt werden.