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Lärmschutz für Miel an der A61: Arbeiten sind vielleicht schon im August beendet

Lärmschutz für Miel an der A61 : Arbeiten sind vielleicht schon im August beendet

Gute Nachricht für lärmgeplagte Mieler: Die Bauarbeiten für die Lärmschutzwand an der A61 bei Miel schreiten zügig voran und sind eventuell schon im August fertig.

Es geht sichtbar gut voran mit den Bauarbeiten für die Lärmschutzwand entlang der Autobahn 61 bei Miel. Von Beginn gleich hinter der Abfahrt Miel an sind auf dem bestehenden alten Erdwall bis etwa Höhe Überführung Bonner Straße bereits die Betonelemente für die neue Wand verankert.

Damit ragen die Betonpfeiler bereits auf gut einem Drittel der insgesamt 1200 Meter langen Lärmschutzwand in die Höhe. Die Arbeiten liegen gut im Zeitplan, stellt auch der zuständige Projektleiter vom Landesbetrieb Straßen NRW, Hans-Werner Seul, auf Anfrage des General-Anzeigers zufrieden fest. „Der Baufortschritt ist gut, auch gemessen an der Witterung“, sagte er. „Wenn nicht noch eine Frostperiode kommt, denke ich, dass wir im August/September damit durch sind.“ Dann wäre die Lärmschutzwand sogar schneller fertig als geplant.

Denn laut Baustellenbeschilderung sollen die notwendigen Verschwenkungen und Verengungen der Fahrbahnen auf der A 61 an der Baustelle bis Oktober bestehen. Am gestrigen Montag war ein Gespräch vorgesehen, um den Zeitpunkt für die notwendige ein- bis zweitägige Vollsperrung sowie der Umleitungsstrecke abzustimmen, so Seul. Details dazu konnte er aber noch nicht nennen.

Rund 1,8 Millionen Euro wird es voraussichtlich kosten, auf rund 1200 Meter Länge ab der Anschlussstelle Miel bis etwa 200 bis 300 Meter hinter dem Mieler Heidgesweg die neue rund 4,50 Meter hohe Lärmschutzwand zu bauen. Weil diese Wand aber auf dem vor rund 40 Jahren mit dem Bau der A 61 aufgeschütteten Lärmschutzwall aufgesetzt wird, wird insgesamt eine Höhe von rund 7,50 Meter über der Fahrbahn erreicht. Dadurch soll der Lärm über die Häuser hinweg geleitet werden.

Während das Gros der Baumaßnahmen von der A 61 aus erfolgt, muss im Bereich der beiden unterführten Straßen beziehungsweise Brücken Bonner Straße/B56 und Heidgesweg auch teilweise „von unten“ gearbeitet werden. Die Lärmschutzwand wird im Bereich dieser Straßen mittels Betonbalken, die neben den bestehenden Bauwerken erstellt werden, überführt.

Für den Aufbau der Traggerüste müssen die betroffenen Straßen gesperrt werden. Zurzeit werden an der B 56 die Schalungsarbeiten für die Betonbalken neben der Brücke vorbereitet, so Seul.

Wie berichtet, hatte sich der Planungs- und Verkehrsausschuss mehrfach mit der Angelegenheit befasst und es hatte zahlreiche Bürgerpetitionen gegeben. Laut Bernd Egenter von der Niederlassung Euskirchen des Landesbetriebs Straßen NRW bei einer Informationsveranstaltung im März 2015 hatte die letzte Verkehrszählung im Jahr 2010 ergeben, dass rund 45.000 Fahrzeuge täglich Miel passieren, 20 Prozent davon in der Zeit von 6 bis 22 Uhr sind Lastwagen. Nachts haben diese sogar einen Anteil von 50,9 Prozent.

Für 2025 seien rund 60.000 Fahrzeuge prognostiziert, mit noch höherem Lkw-Anteil bei Nacht und bei Tag. Dann aber soll es keine Häuser mehr geben, bei denen die Lärm-Grenzwerte überschritten werden.

Bis dato ist dies noch bei 31 Häusern in Miel der Fall. Dort werden die sogenannten „Auslösegrenzwerte“ für allgemeines Wohngebiet mit 67 Dezibel bei Tag und 57 Dezibel bei Nacht zugrunde gelegt.