Fest für Leseratten: Zum Lesefest nach Rheinbach kommt Tanja Kinkel

Fest für Leseratten : Zum Lesefest nach Rheinbach kommt Tanja Kinkel

Der Verein "Rheinbach liest" lädt einmal mehr zu einem Fest für Leseratten ein: Das "Seitenknistern" für Kinder, Jugendliche und Erwachsene bietet an drei Tagen im April viele Termine rund um Bücher und Geschichten.

Es knistert vernehmlich in Rheinbach: Kulturell steht die zweite Aprilhälfte im Zeichen des zweiten Lesefestivals „Seitenknistern“ des Vereins „Rheinbach liest“ für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit vielen Terminen rund um Bücher und Geschichten. Das beginnt am Donnerstag, 19. April, gleich mit einer Premiere. Zum ersten Mal ist Rheinbach Schauplatz des Entscheids im Regierungsbezirk Köln für den Bundesweiten Vorlesewettbewerb. Dabei werden die zehn Sieger aus Aachen, Heinsberg, Düren, Euskirchen, Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis in der Pallotti-Aula unter sich ausmachen, wer beim NRW-Wettbewerb antreten darf.

Für Samstag, 21. April, lädt Christoph Dittert bei seinen interaktiven Lesungen ab 15 Uhr „Die Drei??? Der Mann ohne Augen“ und ab 17 Uhr „Die drei ??? Im Bann des Drachen“ zum Mitmachen ein. Ebenfalls am Samstag kommt prominenter Besuch: Die Bestsellerautorin Tanja Kinkel liest um 19.30 Uhr auf der Bühne des Glasmuseums aus ihrem Historienschmöker „Grimms Morde“.

Zum Abschluss, am Sonntag, 22. April, sind Familien für einen ganzen Tag ins Glasmuseum eingeladen. Dann locken mehrere Filme ins Kinderbuchkino (Eintritt frei), der Barde Oliver („Olli“) Steller stellt zusammen mit seiner Gitarre „Frieda“ Gedichte von Heinrich Heine, Theodor Fontane, Johann Wolfgang von Goethe und Christian Morgenstern, aber auch Lyrik moderner Dichtern wie Peter Maiwald vor (Eintritt fünf bis sieben Euro). Ollis Kinderprogramm „Spaß mit Sprache“ ist ausgezeichnet mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Nachmittags ab 14 Uhr tritt der literarische Nachwuchs bei der „Textprobe Junior“ an. Wer Geschichten, Gedichte, Lieder oder gar schon ganze Bücher schreibt und nicht älter als 16 Jahre ist, kann dabei sein Projekt vorstellen, vorlesen oder vorsingen. Interessierte Jugendliche können sich an Gerd Engel wenden (vorlesetag@rheinbach-liest.de).

Bürgermeister Stefan Raetz freute sich, dass sich der verein „Rheinbach liest“ in den vergangenen fünf Jahren „richtig schön etabliert“ hat. Er sehe darin eine erste Adresse für Literatur, die vor allem die Jugend erreicht. Es sei gelungen, in kurzer Zeit auch solche jungen Leute zu erreichen, die sich sonst nicht mit Gedrucktem beschäftigen.

Dass zum Familientag am Sonntag auch der „Grüffelo“ (eine Mischung aus Bär und Stier, benannt nach einem Kinderbuch von Julia Donaldson) sein Kommen angekündigt hat, freut das Stadtoberhaupt besonders. Bei einem „Grüffelo-Mutmachparcour“ können alle Kinder herausfinden, wie geschickt und wie mutig sie sind.

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