Fundsachenversteigerung im Rheinbacher Rathaus: Vor allem Fahrräder sind gefragt

Fundsachenversteigerung im Rheinbacher Rathaus : Vor allem Fahrräder sind gefragt

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten - verkauft: Bei der öffentlichen Fundsachenversteigerung der Stadt Rheinbach kamen im Foyer des Rathauses am Mittwoch so einige Sachen unter den Hammer und wechselten für kleines Geld den Besitzer.

Alles Dinge, die ehrliche Finder vor mehr als sechs Monaten im Fundbüro abgegeben hatten, die aber niemand abgeholt hatte. 20 Fahrräder, sechs Uhren sowie ein paar Ringe und Ketten hatte die Stadt diesmal im Angebot. Laut Bettina Hoffmann waren es etwas weniger Fundstücke als in den vergangenen Jahren: "Sonst haben wir bestimmt zehn Räder mehr", sagte die Mitarbeiterin des Fundbüros, die seit 2005 bei den Versteigerungen dabei ist.

Rund 40 Neugierige waren in das Foyer des Rathauses gekommen, nahmen Bremsen und Reifen der Räder in Augenschein, begutachteten die Ringe zum Teil sogar mit einer Lupe und boten bei der Versteigerung fleißig mit. Dabei hieß es dann für Auktionator und Sachgebietsleiter des Bürgerbüros, Volker Grap, den Überblick behalten, wenn es gleich mehrere Kaufwillige auf einen Gegenstand abgesehen hatten. Oder aber anpreisen, um eine Sache doch noch an den Mann zu bringen.

Dennoch wurde nicht alles versteigert, die Stadt blieb auch auf dem einen oder anderen Rad und Schmuckstück sitzen. Besonders beliebt waren aber grundsätzlich die Räder, für die die Bieter zwischen fünf und 46 Euro zahlten. Einige schlugen gleich mehrmals zu und nahmen ein paar der Drahtesel mit nach Hause.

Beim Schmuck konnte es eine Bieterin kaum abwarten und steckte sich den ergatterten Ring sofort an den Finger. Fündig wurde auch Simeon Schott aus Rheinbach. Er war zum ersten Mal dabei, um bei den Fahrrädern "ein Schnäppchen für meine Frau zu machen". Nach einem günstigen Damenrad suchten auch Andrea Irmler und ihre Familie, die ebenfalls in Rheinbach leben.

"Wir bekommen die Räder so oft geklaut, da reicht ein Gebrauchtes", sagte sie. Außerdem machten die Versteigerungen richtig Spaß: "Es ist besser als im Internet. Allein dafür lohnt es sich herzukommen." Dazu haben die Rheinbacher zwei Mal im Jahr die Gelegenheit. Voraussichtlich im Oktober können sie wieder auf Schnäppchenjagd gehen. Dann werden vielleicht auch diejenigen fündig, für die gestern nichts dabei war.

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