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Kommunalwahl in Rheinbach: Vier Parteien schmieden ein Bürgermeister-Bündnis

Kommunalwahl in Rheinbach : Vier Parteien schmieden ein Bürgermeister-Bündnis

SPD, UWG, Grüne und FDP schließen sich in Rheinbach für die Bürgermeisterwahl zusammen. Gemeinsam wollen die Parteien am 13. September einen Bürgermeister-Kandidaten ins Rennen schicken. Wer das sein soll, wird noch geheim gehalten.

SPD, UWG, Grüne und FDP schließen sich in Rheinbach zu einem ungewöhnlichen Bündnis zusammen: Die Parteien wollen für die Kommunalwahl am 13. September einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten aufbieten. Um wen es sich handelt, darüber ist Stillschweigen vereinbart. Am Samstag, 16. Mai, wollen die Partner einen Bewerber präsentieren.

CDU-Fraktionschefin respektiert Verhalten der Rheinbacher FDP

Das Bemühen um eine gemeinsame Nominierung sei „getragen von der Überzeugung, dass die großen vor Rheinbach liegenden Aufgaben vom zukünftigen Bürgermeister ganz besondere Fähigkeiten verlangen und dass eine rein parteipolitische Entscheidung dem von ihnen angestrebten Ziel nicht gerecht würde“, teilten die Parteien in einer gemeinsamen Erklärung mit. Die Stadt soll von einer Person geführt werden, die mehrjährige kommunale Verwaltungserfahrung besitzt und angesichts der knappen Ressourcen in der Lage sei, die Stadtverwaltung reibungsarm und effizient zu leiten.

Für CDU-Fraktionschefin Silke Josten-Schneider stellt die Tatsache, dass der langjähriger Koalitionspartner FDP für die nächste Wahlperiode keinen CDU-Bewerber unterstützen will, keinen Affront dar. Sie „respektiere, wenn die FDP sich angesichts der aktuellen Verhältnisse in der CDU auch über Alternativen Gedanken macht. Wir haben bisher mit der FDP-Fraktion im Stadtrat sachorientiert und sehr erfolgreich zusammengearbeitet“, sagte Josten-Schneider dem GA. Sie stimme sich mit FDP-Fraktionschef Karsten Logemann regelmäßig ab und könne sich über „die vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht beklagen“. Das Abstimmungsverhalten einiger CDU-Mitglieder zum Friedhofskonzept „ist da ja nur die Spitze des Eisbergs“, sagte sie mit Blick auf die persönlichen Ressentiments innerhalb der Fraktion. Die haben dazu geführt, dass die Mehrheitsfraktion in zwei Gruppen gespalten ist.

Josten-Schneider habe zur Kenntnis genommen, dass es den vier Ratsfraktionen darum geht, einen Kandidaten mit langjähriger Verwaltungserfahrung in das Amt des Bürgermeisters zu wählen. „Im Übrigen glaube ich nicht, dass die Unterstützung für einen Bürgermeisterkandidaten, insbesondere, wenn er keiner Partei angehört, automatisch Einfluss auf die Zusammenarbeit in der neuen Ratsperiode hat. Da geht es doch um gemeinsame Ziele bei den Sachthemen, und dabei gibt es für die CDU Schnittmengen mit mehreren Parteien.