Berufsvorbereitung in Rheinbach: Uneinigkeit bei Organisation der Ausbildungsmesse

Berufsvorbereitung in Rheinbach : Uneinigkeit bei Organisation der Ausbildungsmesse

Innerhalb der CDU kümmert sich ein eigener Arbeitskreis um die Rheinbacher Ausbildungsmesse. Dieser wurde aufgelöst und jetzt ein neues Organisationsteam ins Leben gerufen. Es herrscht Uneinigkeit.

Die Rheinbacher Ausbildungsmesse hat sich seit ihrem Start im Jahr 2001 zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Innerhalb der CDU kümmerte sich ein eigener Arbeitskreis unter der Führung von Peter Lahl um das Projekt, das Ausbildungsbetriebe und Schüler zusammenbrachte. 2007 übernahm die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft der Stadt Rheinbach mbH (wfeg) die Trägerschaft. Im ersten Jahr waren es zwölf Aussteller, die ihre Berufsfelder interessierten Schülern vorstellten. In diesem Jahr, am Samstag, 14. September, werden es 130 Betriebe sein – die höchste Ausstelleranzahl seit Beginn der Messe. Der CDU-Arbeitskreis hat sich am 6. August aufgelöst. Peter Lahl dazu: „Die wfeg ist mittlerweile in der Lage, die Messe alleine zu organisieren.“

Neues Organisationsteam

Dies sah die CDU-Fraktionsvorsitzende Silke Josten-Schneider anders und stellte ein neues Organisationsteam auf die Beine. Die Aufgaben im Vorfeld und während der Messe, was Aufbau und Betreuung der Aussteller angehe, seien so umfangreich, dass sie nicht von der wfeg alleine gestemmt werden könnten. „Es muss weitergehen, die wfeg braucht Hilfe. Wir wollten auch ein Signal an die Mitarbeiter senden, dass wir sie unterstützen.“ Josten-Schneiders Team setzt sich nicht mehr vorwiegend aus CDU-Leuten, sondern aus Mitgliedern des Aufsichtsrates und der Gesellschafterversammlung der wfeg sowie Ratsmitgliedern und Sachkundigen Bürgern verschiedener Fraktionen zusammen: Sebastian Ruland (FDP), Nina und Hinrich Kramme (CDU), Wolfgang Döring (CDU), Tamara Vogt (FDP), Oliver Baron (CDU), Ute Krupp (SPD), Jörg Meyer (UWG), Michael Schneider (CDU) und Jana Rentsch (FDP).

Peter Lahl betrachtet diese Aufstellung „mit Erstaunen“, wie er dem GA sagte. „Die Notwendigkeit einer Neuaufstellung gibt es nicht.“ Er halte die Messe für „zu wichtig für Rheinbach, als dass sie für parteipolitische Spielereien genutzt würde“. Er und sein Team hätten überdies das Gefühl gehabt, nicht mehr erwünscht zu sein. In der Messezeitung sei kein Grußwort von ihm vorgesehen gewesen, das Messeplakat sei ohne den alten Arbeitskreis gestaltet worden.

Viele Helfer nötig

Wfeg-Geschäftsführer Raffael Knauber freut sich über das neue Team. Er sagt: „Auch der bisherige Arbeitskreis war sehr hilfreich. Wir hätten gerne weiter mit ihm zusammengearbeitet.“ Für Organisation, Aufbau und Betreuung der Aussteller brauche man viele Helfer. Das sei zwar auch irgendwie mit den fünf Mitarbeitern der wfeg und zwei Männern vom Bauhof zu schaffen, aber ein größerer Helferkreis sei schon sinnvoll.

Josten-Schneider begründet ihre Initiative: „Ich sehe die Organisation der Messe als eine der wichtigsten Aufgaben der Rheinbacher Wirtschaftsförderung. Die Rheinbacher Ausbildungsmesse bietet jungen Menschen eine wesentliche Orientierungshilfe, nach der Schule die richtige Ausbildung oder den geeigneten Studienplatz zu finden. Die Jugendlichen erhalten Informationen über zahlreiche Ausbildungsberufe und Studiengänge und somit die Chance, ihren Blick zu öffnen für ihre persönlichen und beruflichen Potenziale und Möglichkeiten.“

Immer mehr Betriebe und Institutionen auch aus Rheinbach und Umgebung hätten die Notwendigkeit erkannt, sich früh um Auszubildende zu bemühen. Dies gelte besonders auch für Handwerksbetriebe, gewerbliche Unternehmen, medizinische Einrichtungen wie auch Behörden auf Bundes- und Landesebene sowie Kommunen. Die Unternehmen müssten aktiv werden, um Auszubildende auf sich aufmerksam zu machen.

Die Rheinbacher Ausbildungsmesse ist Samstag, 14. September, 10 bis 14 Uhr, im Alliance Messegebäude, Marie-Curie-Straße 6, geöffnet.

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