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Im Landtag zu Gast: Sternsinger geben Kraft den Segen

Im Landtag zu Gast : Sternsinger geben Kraft den Segen

In den Gewändern der heiligen drei Könige haben Rheinbacher Jugendliche die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und ihr Kabinett in Düsseldorf besucht. Die 13 Jahre alte Katharina aus Rheinbach durfte mit geweihter Kreide den Haussegen des Landtags anbringen.

Beim Bürgermeister von Rheinbach, beim Pfarrer, in den Kindergärten, Altenheimen und in der Justizvollzugsanstalt der Glasstadt sind sie jedes Jahr – die Rheinbacher Sternsinger. Doch diesmal kam noch ein besonderer Besuch dazu: Acht Kinder und zwei Leiter waren nämlich ausgewählt worden, am Dreikönigstag das Erzbistum Köln als Sternsinger bei NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zu vertreten und ihr und der gesamten Landesregierung in Düsseldorf den Segen zu bringen.

Ungewohnt war für die in bunte Gewänder gehüllten Weisen, dass sie bei dem Termin im Landtag von vielen Fotografen und Kamerateams begleitet wurden. Eine besondere Ehre wurde der 13 Jahre alten Katharina aus Rheinbach zuteil. „Ich fand es besonders schön, dass ich symbolisch den Segen für den gesamten Landtag anschreiben durfte“, berichtete Katharina. Und der ebenfalls 13 Jahre alte Jonah aus der Rheinbacher Delegation fand es „cool, dass ich Hannelore Kraft und ihren Mitarbeitern erklären konnte, dass das C+M+B nicht nur für die drei Namen von Caspar, Melchior und Balthasar steht, sondern für den lateinischen Segensspruch 'Christus, segne dieses Haus' ('Christus mansionem benedicat‘).“

Bevor die Sternsinger aus der Glasstadt in die Landeshauptstadt reisten, waren sie bereits drei Tage vorher in der Rheinbacher Kernstadt unterwegs, um den Segen an den Häusern anzubringen und Spenden für das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ zu sammeln. Das Motto der diesjährigen Aktion lautete „Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit“. Organisiert wurde die Sternsingeraktion der Pfarrei St. Martin in der Rheinbacher Kernstadt in diesem Jahr von der KjG (Katholische junge Gemeinde) Rheinbach. Insgesamt waren zehn Gruppen mit 38 Kindern und 19 jugendlichen Leitern der KjG zumeist bei klirrend kalten Minusgraden unterwegs. Sie blickten trotz dieser Begleitumstände aber zurück auf eine „gelungene Aktion mit gutem Sammelergebnis, viel Spaß und auch etlichen lustigen Erlebnissen“, wie Florian und Tobias Bohl von der Rheinbacher KjG berichteten. Zumeist seien die Gruppen sehr herzlich aufgenommen worden und konnten insgesamt mehr als 19 000 Euro für Kinder in Not sammeln.

Die Spenden gehen an rund 1600 verschiedene Projekte weltweit. In diesem Jahr ist das Schwerpunktland Kenia. „Dort haben die Menschen stark unter den Einflüssen des Klimawandels zu leiden. In einigen Regionen hat es seit mehr als zwei Jahren nicht mehr geregnet“, sagen Florian und Tobias Bohl. Mit dem Geld der Sternsinger werde deshalb dort unter anderem der Aufbau von Gärten gefördert, die fast ohne Wasser auskommen müssen. Außerdem hilft das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ dort Schulen zu bauen und letztlich nichts anderes zu leisten als „Friedensarbeit“.