Gespräch am Wochenende: Spendensammler in Uniform in Rheinbach unterwegs

Gespräch am Wochenende : Spendensammler in Uniform in Rheinbach unterwegs

In unserem "Gespräch am Wochenende" sprechen wir mit Guido Schumacher, der in diesen Tagen mit seiner Sammelbüchse unterwegs ist. Der in Rheinbach tätige Stabsfeldwebel sammelt für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Seit Januar sind Sie in Rheinbach stationiert. Sie organisieren zum ersten Mal die Sammelaktion Ihrer Soldaten. War es schwierig, Leute zum Mitmachen zu bewegen?

Ist es eher eine Haus- oder eine Straßensammlung?

Spenden die Menschen gerne?

Wie schätzen Sie die Großzügigkeit der Rheinbacher ein?

Tragen die Soldaten Zivilkleidung?

Schumacher: Nein, sie sind an der Ausgehuniform zu erkennen. Dazu tragen sie einen langen Mantel, der ausschließlich zu feierlichen Anlässen angelegt wird. Mit ihren Sammelausweisen können sie sich – sie gehen immer zu zweit – an den Haustüren ausweisen.

Seit 1960 unterstützen die Bundeswehr und ihre Reservistenverbände die Aktion des Volksbundes. Entspricht es dem Wesen der Bundeswehr, sich gerade für die Pflege von Kriegsgräbern zu engagieren?

Sie sind auch persönlich von der Sammlung überzeugt.

Der Name Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wirkt altmodisch. Meinen Sie, dass eine begriffliche Modernisierung mehr junge Menschen ansprechen würde?

Halten Sie den Volksbund in seiner Ausrichtung noch für zeitgemäß?

Wie soll die Gedenkkultur der Zukunft aussehen?

Guido Schumacher (50), verheiratet, drei Kinder, wohnhaft in Mendig, ist seit zehn Monaten in Rheinbach stationiert. Geboren und aufgewachsen in Mayen absolvierte Schumacher nach Abschluss der Realschule eine Lehre als Außenhandelskaufmann in Koblenz.1990 wurde er als Wehrpflichtiger zur Bundeswehr eingezogen und danach Berufssoldat. Zunächst war Schumacher im Bereich der Logistik tätig, wechselte 1995 zur Fernmeldetruppe und ist seit Januar 2018 in der Tomburg-Kaserne tätig. Dort unterstützt Schumacher als Stabsfeldwebel den Kommandeur des IT-Betriebszentrums, Brigadegeneral Ralf Hoffmann, in der Zusammenarbeit mit zivilen Organisationen. Dazu gehören unter anderem die Verbindung zum Katastrophenschutz und die Tätigkeit für den Volksbund.

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