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Mit kleinem Nürburgring: Neue Spielgeräte für Kita in Wormersdorfer

Mit kleinem Nürburgring : Neue Spielgeräte für Kita in Wormersdorfer

Ende März haben 25 Väter des Fördervereins und des Elternbeirats Klettergerüst, Wackel-Motorrad, Wasserbahn, Sandkästen und Vogelnestschaukel demoniert und damit den Weg frei gemacht für die Neugestaltung des Außengeländes.

Nach rund dreijähriger Planung starteten nach der Demontage die ersten Bodenarbeiten. Die 71 Kinder der dreigruppigen Kita können den Baubeginn kaum erwarten.

So auch Emma und Georg, die beide zur Bienengruppe gehören. "Wenn die Bagger anrollen, können wir sehen, was alles gemacht wird", meint der fünfjährige Georg sachverständig.

Er vermisst jetzt schon den Sandkasten, da er dort häufig "Eisverkäufer" spielt und seine "Kreationen" an die Kinder und Erzieherinnen verkauft. Für die gleichaltrige Emma ist die Schaukel das bevorzugte Spielgerät. "Da freue ich mich jetzt schon auf den Aufbau der neuen Schaukel."

Rund 125 000 Euro kostet die Sanierung - Kosten, die das Erzbistum Köln übernimmt. Bauherr ist als Träger des Kindergartens die Katholische Pfarreiengemeinschaft Meckenheim. Erste Planungen gingen schon 2016 über die Bühne.

Nach 30 Jahren mehr als notwendig

Der Leitungswechsel im selben Jahr von Monika Hodapp-Henseler über Pia Panofen hin zu Michaela Hinsen - seit Januar 2017 Chefin der Kita - verzögerte die Planung. Umso mehr freuen sich Hinsen und ihre zwölf Kolleginnen, dass es nun endlich soweit ist.

"Nach 30 Jahren waren neue Spielgeräte einfach notwendig. Außerdem hatten wir bisher keine Geräte im Außenbereich für Kinder unter drei Jahren, die wir seit 2013 aufnehmen. Das Multifunktionsgerät mit Rutsche, Hängebrücke und Kletterwand hatte außerdem keine Tüv-Abnahme mehr und durfte seit 2016 nur eingeschränkt genutzt werden", erklärte Hinsen die Dringlichkeit der Sanierung.

Die Planung der Meckenheimer Landschaftsarchitektin Wiebke Großgebauer sieht separate Spielbereiche für U 3- und Ü 3-Kinder vor. Im linken Bereich der Anlage werden auf einer Fläche aus Rindenmulch Turm, Rutsche und ein Klettergerüst für Kinder ab vier Jahren entstehen.

Eine Rasenfläche mit aufgeschüttetem Hügel im Zentrum des Geländes soll unter anderem zum Fußballspielen und Seilchenspringen einladen, die vorhandenen Rotahorn- und Lindenbäume bleiben bestehen, am Lindenbaum werden Sitzquader aus Grauwacke aufgestellt.

Für kleine Reiter werden dort die von Förderverein und Elternbeirat finanzierten Holzpferde mit Sattel und Steigbügel aufgestellt. In einer Nestschaukel am Rande können die jüngeren Kinder zur Ruhe finden.

Alle Altersklassen sollen profitieren

Im Nordwesten werden Sandkasten und Matschbereich für U 3-Kinder entstehen, während ein großer Sandkasten für die älteren Kinder zusätzlich im Eingangsbereich aufgebaut wird. Auch im Innenhof werden die Pflastersteine neu verlegt, ein Tipi aus Weidenholz entsteht.

"Wir können dort unsere Morgenrunde abhalten und die Kinder können dort spielen", freut sich Hinsen. Ein Weg aus Betonpflaster wird um die Rasenfläche führen, damit die Kinder zwischen zwei und sechs Jahren mit Rollern, Bobbycars und Tret-Traktoren "einen kleinen Nürburgring haben", so Michael Hufschmidt als Verwaltungsleiter der Pfarreiengemeinschaft.

Auch wenn in den nächsten Wochen der Außenbereich der St. Josef Kita gesperrt ist, wird nicht aufs Spielen an der frischen Luft verzichtet. "Dann geht es entweder auf den Wormersdorfer Spielplatz, in den Wald oder zur Kita St. Maria", berichtet Hinsen.