Erweiterung kostet rund 1,8 Millionen Euro: Neubau des Waldhotels in Rheinbach soll 2020 eröffnen

Erweiterung kostet rund 1,8 Millionen Euro : Neubau des Waldhotels in Rheinbach soll 2020 eröffnen

Am Rheinbacher Waldhotel entsteht derzeit das neue Bettenhaus mit 32 Doppelzimmern. Zudem erhält das Traditionshotel einen zusätzlichen Veranstaltungsraum. Im Sommer 2020 soll eröffnet werden.

Die Erweiterung des Waldhotels Rheinbach schreitet zügig voran. Mit dem Bau des zweigeschossigen Gebäudes samt ausgebautem Dachgeschoss wurde im Mai 2018 begonnen. Die Fassade ist bereits gestrichen, und im Inneren liegt schon der Estrich und werden die einzelnen Zimmer unterteilt. Als Nächstes folgen das Verlegen von Strom-, Gas-, Wasserleitung und Datenleitungen sowie der Innenanstrich. Nach Gesprächen mit dem Innenarchitekten soll Ende des Jahres das Einrichtungskonzept stehen. Mit der Fertigstellung des Neubaus rechnet Pächter Jens Pfannkuch für Sommer 2020.

Erweitert wird das Waldhotel, das im Hauptgebäude über 16 Doppelzimmer verfügt, um ein Bettenhaus mit 32 Doppelzimmern und einer Tiefgarage mit 18 Stellplätzen. Zudem erhält das Traditionshotel einen zusätzlichen Veranstaltungsraum von 150 Quadratmetern, der die bisherige Kapazität von vier Tagungs- und Veranstaltungsräumen zwischen 60 bis 80 sowie 300 Quadratmetern (Festsaal) ergänzt. Zählte das Hotel bisher rund 5000 Übernachtungen pro Jahr, erhofft sich Hotelier und Gastronom Pfannkuch für die Zukunft einen Zuwachs von jährlichen zehn bis zwölftausend Übernachtungen.

"Architektonisch greift der Neubau das Haupthaus auf. Während allerdings im Haupthaus der Stil eher klassisch ist, werden die Zimmer im Neubau bewusst moderner eingerichtet sein. Sie sollen auch einen Gegenpol zum Altgebäude darstellen", erklärte der 53-jährige gelernte Hotelkaufmann und Koch. Den Investor koste der Anbau 1,8 Millionen Euro, er als Pächter investiere 400.000 Euro in die Einrichtung.

Eröffnung im Sommer 2020

Der Neubau sei aus wirtschaftlichen Gründen zwingend erforderlich, und die Nachfrage an Hotelzimmern sei groß. "Durch den Neubau sind wir jetzt richtig gut aufgestellt", sagt Pfannkuch, der das Waldhotel mit seiner Frau Katharina seit 2010 betreibt. Besonders als Tagungsort sei das Haus sehr gefragt. Der Kern der Gäste stamme zwar aus der Region, Anfragen gebe es aber aus dem gesamten Bundesgebiet.

Der Weg zum Erweiterungsbau war lang. Schon 2010 nach der kostspieligen Sanierung des Waldhotels war klar, dass die 16 Zimmer auf Dauer nicht ausreichten. Der Investor, der bis heute anonym geblieben ist, hatte schon nach der Wiedereröffnung einen Antrag für den Bau eines Gebäudes mit rund 40 Zimmern gestellt. Eine Anfrage, die die Stadt nicht genehmigte, weil das Grundstück im Landschaftsschutzgebiet liegt. Rund sieben Jahre dauerte es dann noch, bis der Bau in abgespeckter Form durch die entsprechenden Gremien ging und genehmigt wurde. Befürchtet wurden durch die Bodenversiegelung und den Verlust eines Teils der Streuobstwiese negative Umweltauswirkungen.

Pfannkuch, der am 10. November auch die Gastronomie im "Stellwerk" am Meckenheimer Bahnhof eröffnet, ist stolz darauf, dass sowohl das Bahnhofsgebäude am Rande der Meckenheimer Altstadt, das er um einen Wintergarten erweitert hat, als auch das Hotel im Rheinbach Wald aus demselben Jahr stammen.

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