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Kinderbetreuung in der Region: Meckenheim ist bei Kita-Plätzen gut aufgestellt

Kinderbetreuung in der Region : Meckenheim ist bei Kita-Plätzen gut aufgestellt

Ein Ausschuss hat sich mit der Kinderbetreuung in Meckenheim beschäftigt. Ab August gilt die Novelle des Kinderbildungsgesetzes. Laut Leiter des Jungedamts, Andreas Jung, sei die Betreuung für das kommende Jahr gut aufgestellt.

Turbulenzen und Diskussionen hatte es in den vergangenen Jahren wegen der Anzahl der Plätze in der Kindertagesbetreuung immer wieder gegeben. Ein Grund dafür waren Spitzenjahrgänge mit stark gestiegenem Bedarf in der Betreuung der Mädchen und Jungen unter drei Jahren sowie der über Dreijährigen.

„In diesem Jahr sind die Zahlen im Ü3-Bereich und U3-Bereich relativ stabil“, informierte der Leiter des Meckenheimer Jugendamts, Andreas Jung, im Jugendhilfeausschuss. Auch wenn die Anzahl der Zuzüge eine „konstante Unbekannte“ in der Rechnung sei, sah er die Betreuung für das kommende Jahr gut aufgestellt.

Gleichzeitig informierte Jung darüber, dass ab August die Novelle des Kinderbildungsgesetz gilt. „Insgesamt gibt es mehr Geld. Ob das auskömmlich sein wird, darüber kann es noch keine seriöse Auskunft geben“, fasste er zusammen. Weiterhin stünden große Änderungen der Zuständigkeiten beim Bundesteilhabegesetz sowie die Einführung der Masernimpfpflicht nach dem Infektionsschutzgesetz bevor.

„Auch bei uns wird sich einiges verändern“, kündigte der Erste Beigeordnete Holger Jung an. Er bremste aber zugleich überschwängliche Hoffnungen. Deutliche Verbesserungen stellte er für die Kinderbetreuung zu den Randzeiten in Aussicht, „aber es wird keine 24-Stunden-Kitas geben.“ Kinder von Eltern, die beruflich bedingt im Schichtdienst arbeiten, sollen weiterhin nach dem bewährten Konzept in Zusammenarbeit zwischen Tagespflege und Kitas betreut werden, so Holger Jung.

Eine Absage erteilte die Verwaltung der Anfrage von Daniel Momberg (SPD). Der wollte wissen, ob die für die Stadt positiven Änderungen in den Zuschusssätzen sich perspektivisch in niedrigeren Elternbeiträgen für Kitas und Tagesmütter widerspiegeln könnten. Es handele sich durch die Zuschussänderung lediglich um ein Plus von 700 oder 800 bis 1100 Euro pro Jahr, so Andreas Jung. Schlüge man das auf die durchschnittlichen 35 bis 45 Stunden Betreuung pro Woche um, so decke das „nur einen Bruchteil dessen, was an Kosten entsteht.“

Verständnis für die Anfrage zeigte Holger Jung. Die Stadt befände sich zwar mit 5,50 Euro pro Betreuungsstunde am oberen Limit, zahle für die Tagespflegepersonen jedoch auch Weiterbildungen und übernehme teilweise Versicherungsanteile. Das geringe Plus in der Stadtkasse komme deshalb eher einer Defizitverringerung im Haushalt zugute. Des Weiteren habe man in Zukunft das zweite beitragsfreie Kita-Jahr zu stemmen.

Neben den Familienzentren, Kindergärten und Tagesstätten will Meckenheim trotz geplanter Erweiterung der Randzeiten alternative Betreuungsformen bei Tagesmüttern und in der Kita „Mauseloch“ weiterhin anbieten. In Letzterer kann sich das Kind in einer tageweisen Betreuung dienstags und donnerstags oder montags, mittwochs und freitags an die Betreuung gewöhnen. Gleichzeitig bietet diese Betreuungsform Eltern die Gelegenheit, wieder in den Beruf einzusteigen.

Die Kita-Betreuungsquote liege derzeit im Ü3-Bereich bei 100 Prozent, im U3-Bereich bei 42 Prozent des Meckenheimer Nachwuchses, informierte Andreas Jung. Dies sei eine gute Quote.