Besucherschar am Wochenende: Kinderbörse in Rheinbach ein voller Erfolg

Besucherschar am Wochenende : Kinderbörse in Rheinbach ein voller Erfolg

Die Kinderbörse der Kinder- und Jugendinitiative (KJI) Merzbach ist längst ein Großereignis. Am Wochenende ging sie zum mittlerweile 56. Mal erfolgreich über die Bühne. Die Besucherschar war so groß, dass die Veranstalter sie gar nicht zählen konnte.

Der Verkehr in den Straßen rund um die Rheinbacher Stadthalle muss umgeleitet werden, zusätzliche Parkplätze sind auf Wiesen abgetrennt und ausgewiesen, Helfer in gelben Warnwesten stehen überall, um die Besucherströme in geordnete Bahnen zu lenken. Die Kinderbörse der Kinder- und Jugendinitiative (KJI) Merzbach ist längst ein Großereignis, das Dank ausgeklügelter Planung auch beim mittlerweile 56. Mal am Wochenende erfolgreich über die Bühne ging.

Flohmärkte für gebrauchte Kinderkleidung, Spielzeug und Zubehör gibt es bei vielen Vereinen und Kindergärten. Aber: „Wir haben im Umkreis eine der größten Börsen“, sagt Regina Fischer, bei der KJI zuständig für die Organisation der Veranstaltungen im Frühjahr und im Herbst. Die rund 150 Verkaufsstände seien begehrt, verspreche doch der große Besucherandrang gute Erlöse. „Wir bekamen am Vortag um 23 Uhr noch Anmeldungen“, so Fischer.

Allerdings sind da die Plätze längst per Losverfahren vergeben. Etwa 700 Interessenten hatten sich gemeldet. Da außerdem eine große Kuchentheke, Getränkeverkauf, Waffelstand und allerhand Helferposten besetzt werden müssen, kann man sich einen Stand auch „erarbeiten“. Zwei Stunden Einsatz bedeuten einen garantierten Verkaufsplatz.

Maroa Gammel ist bereits zum zweiten Mal mit den Sachen angereist, aus denen ihre Kinder herausgewachsen sind. Sie ist schon kurz nach Öffnung des Flohmarkts zufrieden mit dem Umsatz. Etwas überwältigt von den Menschenmassen ist dagegen Patrycja Zeit. Die Schwangere sucht noch Stücke für die Erstausstattung und ist dazu aus Lengsdorf gekommen. „Ich habe gehört, die Börse ist gut“, erzählt sie, während Gammel ihr ein mögliches Weihnachtsoutfit für Babys zeigt.

Schnäppchen bei Kinderwagen, Fahrrädern und Autositzen

Mario und Natalie Anstoß aus Hönnigen sind als Verkäufer zum ersten Mal dabei, wie die meisten Händler haben sie überwiegend Babysachen. „Am Anfang dachten wir, secondhand geht gar nicht“, so Mario Anstoß über die Zeit, als sie selbst die Kleidung kauften. Unterdessen habe sich das geändert, zumal sie am eigenen Bestand sehen: Gerade bei den kleinen Größen sind oft neuwertige Stücke dabei, die man selbst dem Kind kaum oder nie angezogen hat. „Man findet etwas schön und kauft es, und vieles bekommt man auch geschenkt“, erklären sie den großen Bestand an Stramplern und Bodys. Und Neugeborene wachsen schnell aus den Sachen raus. Flohmarkt-Kunden suchen indes nicht nur gute, sondern auch günstige Sachen, wie mehrere Händler bestätigen.

Auch bei Kinderwagen, Fahrrädern oder Autositzen kann man ein Schnäppchen machen. Ein solches großes Teil pro Stand darf auf der Bühne abgestellt werden, um die ohnehin engen Durchgänge freizuhalten. Helfer wie Tanja Ruberg passen darauf auf und übergeben die Sachen gegen eine Quittung an die Käufer. Wie viele Besucher genau nach Rheinbach kommen, kann die KJI gar nicht benennen. Ruberg weiß aber aus Erfahrung: „Die ersten zwei, drei Stunden ist viel los.“

Bedeckt hält sich der Verein auch über die Höhe des Gesamterlöses der Börse. Organisatorin Fischer bestätigt nur, dass die Einnahmen Kinder- und Jugendprojekten zugute kommen, die meisten natürlich in den Rheinbacher Höhenorten.

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