Musik in Himmeroder Hof: Euskirchener Coverband Zet B spielt in Rheinbach

Musik in Himmeroder Hof : Euskirchener Coverband Zet B spielt in Rheinbach

Die Euskirchener Band Zet B bringt das Publikum im Himmeroder Hof mit Songs von den Beatles, Dire Straits und Jethro Tull in Wallung.

Die paar Regentropfen taten beim Auftritt der Euskirchener Coverband Zet B der Stimmung keinen Abbruch. Bei ihrem vierten Gig im Himmeroder Hof ließen es die fünf langsam angehen mit „While my guitar gently weeps“ von den Beatles.

Da kam die schluchzende Gitarre von Carl-Heinz „Calle“ Düsterhöft am Anfang noch ein wenig leise durch. Das änderte sich jedoch schnell, denn Zet B ist für seine Gitarren-geführte Musik bekannt.

Es sind viele textsichere Fans, die sich von deren Streifzügen durch die Pop-Geschichte begeistern lassen. „I shot the Sheriff“ klingt bei ihnen weniger nach dem Urheber Eric Clapton als nach Bob Marley. Die Stimme von Leadsänger Thorsten „Billy“ Dunkel nimmt hier den typisch karibisch-dunklen souligen Farbton des verstorbenen Reggae-Fürsten an und wird vom Bassisten Nobby „The Fox“ und den anderen mehrfarbig hinterlegt.

„Money for Nothing“ von den Dire Straits leiten sie wie im Original mit einem Klangteppich ein, den Organist Thomas wob, bevor Calle mit der Gitarre die Original- Dynamik hineinrockt. Phasenweise übertraf die Coverband hier das Original, auch wenn die Hintergrundstimme bei „I want my MTV“ nicht die Höhe eines Sting erreichte. Das ist eine Mischung aus solidem Nachspielen der großen Vorbilder und eigenen Akzenten. Etwa bei „Locomotive Breath“, das Zet B weniger abgerundet als Jethro Tull, sondern viel fetziger interpretierte. Dabei kaute Billy die Verse genauso durch wie Ian Anderson, während Thomas mit schnellhändigen Keyboard-Riffs aufs Tempo drückte.

Längst hatte sich der Hof prall mit Zuhörern gefüllt. Da waren auch grauhaarige Head-Banger in ihrem Element, es wurde „abgerockt“. Manchmal kommen die Schlagzeug-Töpfe von Drummer „Doc Jo“ ein wenig dominant rüber, aber das muss bei Bon-Jovi-Songs wohl so sein. Ansonsten mischte Sven Gaudernack mitten im Publikum mit dem I-Pad den Klangteppich ausgewogen ab.

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